Lokale Agenda 21: Erfolgsfaktor Vernetzung

Redaktion, 2. Dezember 2004, 12:56
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    foto: oö akademie für umwelt und natur

Europäische Städte und Gemeinden stellen sich den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung

Die Lokale Agenda 21 (LA21) trägt wesentlich dazu bei, nachhaltige Entwicklung auf kommunaler und regionaler Ebene zu fördern. In der Durchführung von LA21-Prozessen konnten auch in Österreich bereits gute Fortschritte erzielt werden. Eine wesentliche Basis für langfristigen Erfolg sind aktive Bürgerbeteiligung und Vernetzung der Initiativen. Die Vernetzung hilft, eigene Vorhaben bestmöglich umsetzen und voneinander lernen zu können. In diesem Sinne fand von 28. bis 30. September der 2. Österreichische Lokale Agenda 21-Gipfel in Linz statt. Dort trafen sich über 200 österreichische LA21-Akteure, um Erfahrungen auszutauschen, einander ideell zu unterstützen und gemeinsame Zukunftsperspektiven zu erarbeiten.

Zukunftsfähige Städte

Die Vernetzung stellt nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene eine wichtige Basis für Lokale Agenden dar. Auf europäischer Ebene wurde mit der "European Sustainable Cities and Towns Campaign" ein wichtiges Instrument geschaffen, um die Kommunen Europas zu Vorreitern in der Umsetzung von LA21 zu machen. Um die Motivation der Beteiligten und die Durchschlagskraft von Lokalen Agenden zu stärken, finden auch auf Europaebene auf regelmäßiger Basis Vernetzungstreffen statt: Von 9. bis 11. Juni 2004 fand die Konferenz "Aalborg+10" statt, in der die Lokale Agenda durch die Aalborg-Verpflichtungen, einen 10-Punkte-Katalog gemeinsamer Ziele und Aktionspläne, bekräftigt wurde. Auch Wien war in diesem Monat Ort der Begegnung, und zwar im Rahmen der EUROCITIES-Jahreshauptversammlung und Konferenz von 10.-13. November 2004.

Das zentrale Augenmerk der Europäischen Kommission liegt darauf, die europäischen Städte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu begleiten. Diese Fokussierung ist darauf zurückzuführen, dass 80 Prozent der Bevölkerung Europas in Städten leben. Der wertvolle Beitrag der Lokalen Agenda 21 für die städtische Entwicklung wird auch in der EU-Strategie zur Städtischen Umwelt festgehalten. Die Fortschritte in der Umsetzung von LA21-Initiativen in der Europäischen Union sind länderspezifisch jedoch sehr unterschiedlich, was zum Teil auch an der unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklung der Länder liegt. Diese hat Strukturen geschaffen, die entscheidende Erfolgsfaktoren der LA21 wie Selbstbestimmungsrechte der Gemeinden, Bürgerbeteiligung oder Umweltbewusstsein in der Bevölkerung beeinflussen.

Erfolge sichtbar machen

Das Ziel der Europäischen Union ist es, die Fortschritte der einzelnen Länder zu dokumentieren, vergleichbar zu machen und somit ein koordiniertes Vorgehen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird an der Entwicklung von gemeinsamen Indikatoren und Evaluationsinstrumenten gearbeitet. Mit "Local Evaluation 21" wurde ein kostenloses und unkompliziertes Instrument zur Selbstevaluierung von LA21-Prozessen in europäischen Kommunen geschaffen, das auf zwei Online-Fragebögen basiert. Dieses Instrument soll vor allem auch den Prozessverantwortlichen vor Ort die Möglichkeit geben, Anregungen für die eigene Arbeit zu gewinnen und die eigene Position besser beurteilen zu können.

Erfolge sichtbar zu machen, ist nicht nur für die externe Evaluation eines Prozesses von Bedeutung, sondern vor allem auch für die Aufrechterhaltung der Motivation der Beteiligten über lange Zeiträume hinweg. Die Lokale Agenda 21 ist als Prozess auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und lebt somit vom langfristigen, aktiven Bürgerengagement. Dieses Engagement durch gemeinsame Arbeit an verschiedenen Zielsetzungen aufrecht zu erhalten und im Dienste nachhaltiger Entwicklung immer wieder neu anzuregen, stellt die wahre Herausforderung dar.

Die Lokale Agenda 21 ist das "Thema des Monats" November 2004 im Internetportal

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Eine Initiative des Lebensministeriums



Die Autorin:
Astrid Konrad arbeitet am Forschungs­schwerpunkt für Nachhaltigkeit und Umweltmanagement, Wirtschafts­universität Wien

Direkt-Link zum Monatsthema 11/2004
(mit Text-Vollversion und weiterführenden Informationen)
Flavius
00
1.12.2004, 22:26
super.

nach dem lesen dieses artikels weiss ich immer noch nicht, was hier unter "nachhaltigkeit" verstanden wird.

David Cichewicz
 
00

Ich habe die Definition davon in Öko gelernt.

Flavius
00
na dann kann es ja nur ein schmarren sein ;)

nein im ernst. ich finde, dass dieses wort einfach viel zu allgemein ist. man muss es mit etwas konkretem verbinden, damit es ein bisschen einen sinn bekommt.

or 2 jahren hat dieses wort kaum ein mensch gebraucht, plötzlich ist es en vogue. ich kann damit halt nichts anfagen.

Ramon Arndt
00
Nachhaltigkeit

Liebe Leut´ Nachhaltigkeit heisst im Grunde "Dauerhaft". Wenn nun unser Gesellschaftsmodell derart gestaltet werden soll, dass es auch noch unseren Enkeln taugt, müssen heute wohl einige Dinge anders angegangen werden, als dies noch von unseren Vätern getan wurde. Das ist eine Herausforderung, der sich unsere Entsceidungsträger in den "entwickelten" Städten und Läändern stellen sollten. Und - Tun sie das? Also müssen wir´s wohl selber angehen! (mehr Zivilcourage in der Zivilgesellschaft)

David Tichy
 
00
15.5.2005, 05:38

Prinzipiell weiß ich es, bin jedoch nicht in der Lage es dir so zu erklären, dass du dich auskennen wirst. ;)

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