Theaterjury und Kulturamt weisen Kritik der Kindertheaterszene zurück

23. März 2006, 13:01
posten

Theater-Referent Lackenbucher: "Fördersumme hat sich in Wahrheit knapp verdreifacht"

Die vorgebrachte Kritik der Wiener Kinder- und Jugendtheaterszene an der Theaterjury wies Jury-Mitglied Veronica Kaup-Hasler gegenüber der APA zurück: "Natürlich habe ich Aufführungen und Videos gesehen. Ich verfolge die Szene seit Jahren und weiß auch von anderen Jurymitgliedern, dass sie es tun." Die ausgelobten 200.000 Euro seien zusätzliche Mittel für interessante Projekte: "Der Bereich wird aufgewertet, nicht reduziert." Dem schließt sich auch Theater-Referent des Kulturamts der Stadt Wien, Günter Lackenbucher an: "Die Fördersumme hat sich in Wahrheit knapp verdreifacht."

"Die meisten Konzepte in diesem Bereich waren einfach nicht tragfähig für volle vier Jahre. Der Szene mit ihrer ganzen Dynamik entsprechen auch eher Projektförderungen", so Kaup-Hasler. "Jetzt gibt es mit dem Dschungel Wien ein neues Haus, und man wird erstmal sehen müssen, wie die Szene darauf reagiert." Langfristige Förderungen seien in dem Bereich auch vor der Reform die Ausnahme gewesen. Lediglich das Figurentheater Lilarum, die Tanzschiene des Festivals "szene bunte wähne" und das Kindertheater im Kabarett Niedermair hatten Dreijahresförderungen.

In der Presseunterlagen zum heutigen Gespräch im Dschungel Wien war von einer befürchteten Reduktion der Förderungen um knapp 40 Prozent die Rede gewesen. Lackenbucher rechnete gegenüber der APA vor, das sich die Fördersumme der Konzept- und Projektförderung voraussichtlich auf knapp 900.000 Euro belaufen werden, was rund das Dreifache der bisherigen Projektförderung des Bereichs ausmache. Außerdem werde zusätzlich der Dschungel Wien mit einer Millionen Euro jährlich subventioniert.

Share if you care.