Franzose erfand via Internet versendbare Duftnoten

7. Dezember 2004, 10:18
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Japanischer Kunde will riechende Kochrezepte verschicken

Nach Bildern und Tönen können nun auch Gerüchte via Internet versendet werden. Nach jahrelangen Forschungen hat ein französischer Informatiker aus Saint-Malo (Bretagne) die erste auf Düfte spezialisierte Multimedia-Gesellschaft gegründet. Der 33-jährige Yvan Regeard, Ingenieur bei France Telecom, hat den Computer mit Duftkapseln ausgestattet. Via E-Mail werden die nötigen Impulse für die Verbreitung des gewünschten Duftes gegeben, der dann beim Empfänger der Daten von einem Verteiler austritt.

Zwölf Duftnoten

Gegenwärtig stehen den Benützern maximal zwölf Duftnoten zur Verfügung, die von Früchten über Vanille und Schokolade bis hin zu Walddüften reichen. Ein Verteilergerät kostet noch 400 Euro, der Preis soll laut Regeard allerdings binnen zwei Jahren auf 150 Euro gesenkt werden.

Interesse

Die Innovation interessiert besondere Parfumproduzenten und Nahrungsmittelhersteller, die Interesse daran haben, ihre Produkte nicht nur visuell vorzustellen. Regeard plant die Einfügung von Duftnoten auf spezialisierten Webseiten und auf DVD. Später soll die Technik nach den Wünschen des Franzosen auch auf Videospiele, TV-Programme und den E-Commerce ausgedehnt werden.

Im vergangenen August hat Regeard seine eigene Firma unter dem Namen Exhalia gegründet. In den ersten beiden Monaten ihres Bestehens setzte sie nach den Angaben des Jungunternehmers bereits 20.000 Euro um. Um die Palette der zur Verfügung stehenden Duftnoten zu erweitern, ist Exhalia eine Allianz mit dem südfranzösischen Parfumhersteller Robertet in Grasse eingegangen.

Vetrag

Ein erster bedeutender Vertrag winkt der französischen Firma aus Japan. In der Region von Osaka will eine Hotelfachschule einen Vertrag abschließen, um via ADSL duftende Kochrezepte versenden zu können. (APA)

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