Rußpartikel: Luftbelastung durch Pkw seit 1985 verdreifacht

2. Dezember 2004, 16:30
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VCÖ: 1985 waren es noch 900 Tonnen, 2003 bereits 2.800

Wien - Die Luftbelastung durch Rußpartikel aus Pkw-Abgasen hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Österreich nahezu verdreifacht: Während im Jahr 1985 noch 900 Tonnen Feinstaub gemessen wurden, sei die Menge im Vorjahr auf 2.800 Tonnen angewachsen, kritisierte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) anhand von Daten des Umweltbundesamtes.

Der VCÖ führt die hohe Belastung auf den Dieselboom zurück. Die Selbstzünder würden bis zu 1.000 Mal mehr Rußpartikel als Benziner ausstoßen. Erneut forderte der VCÖ strengere Abgas-Grenzwerte. Rußpartikelfilter für Diesel-Pkw würden die Belastung um 99 Prozent eindämmen, führte der Club ins Treffen. Begrüßt wurde das Bonus-Malus-System, das diese Woche im Parlament behandelt wird. Darin sind steuerliche Begünstigungen für Partikelfilter vorgesehen.

Der Club berücksichtigte bei dieser Statistik nur Partikelausstöße, die durch Pkw verursacht worden sind. Die gesamten Emissionen liegen deutlich höher: Laut Umweltministerium sind die Mengen in Österreich seit 1980 von 6.795 auf 9.856 Tonnen im Jahr 2002 angestiegen.(APA)

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