Afghanistan: Mehr als die Hälfte der Milizionäre bereits entwaffnet

1. Dezember 2004, 16:45
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Beginn des Entwaffnungsprogramms vor gut einem Jahr

Kabul - Gut ein Jahr nach Beginn des Entwaffnungsprogramms in Afghanistan haben nach UN-Angaben mehr als die Hälfte der Milizionäre ihre Waffen abgegeben. Mehr als 25.000 Milizionäre seien bisher entwaffnet worden, teilte das afghanische "Neuanfänger-Programm" (ANBP), ein UN-Projekt in Zusammenarbeit mit der afghanischen Regierung, am Montag mit. Das zeige, dass das Entwaffnungs- und Reintegrationsprogramm funktioniere. Ziel sei die Entwaffnung aller Privatarmeen bis Ende des kommenden Jahres.

Die Milizen der Kriegsherren gelten als eine der größten Bedrohungen für Sicherheit und Stabilität in Afghanistan. Die afghanische Nationalarmee und die Polizei sind noch im Aufbau. In vielen Provinzen üben Privatarmeen die Macht aus. Das Entwaffnungsprogramm hatte Ende Oktober 2003 begonnen. Ursprünglich war die Zahl der Milizionäre auf bis zu 100.000 geschätzt worden. (APA/dpa)

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    Das Entwaffnungs- und Reintegrations-Programm scheint zu funktionieren.

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