Bahn-Güterverkehr ging 2003 leicht zurück

6. Dezember 2004, 12:10
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Minus zwei Prozent - Klassische Schienen­güter Erze und Metalle um 7,8 Prozent eingebrochen - Plus bei Lebendtiertransporten - Mit Infografik

Wien - "Mehr Schiene - weniger Straße" lautet das Credo der Regierung, die Wirklichkeit zeichnet aber ein genau gegenteiliges Bild. Im Jahr 2003 ist der Güterverkehr auf Österreichs Schienen um zwei Prozent auf 82,2 Mio. Tonnen gesunken, geht aus dem Bericht "Schienengüterverkehr 2002" der Statistik Austria hervor. Gesunken ist auch das Transitaufkommen auf der Bahn. Es reduzierte sich um minus 2,5 Prozent auf 14,4 Mio. Tonnen. Im Inland brach der Güterverkehr gar um 5,1 Prozent auf 19,5 Mio. Tonnen ein.

Der größte Anteil der auf der Schiene transportierten Güter entfiel laut Statistik Austria mit 36,3 Prozent auf den grenzüberschreitenden Verkehr, wo es ein minimales Plus gegenüber 2002 von 0,2 Prozent gab. Stärker gestiegen ist der Anteil der beladenen Ladeeinheiten, wo es einen Anstieg von 8,6 Prozent gab. Ein Beweis für die bessere Auslastung der eingesetzten Schienenfahrzeuge.

Zuwächse bei Ölprodukten

Überraschend ist, dass "klassische Bahngüter" wie Erze und Metallabfälle von 2002 auf 2003 um 7,8 Prozent eingebrochen sind. Bei Maschinen und Fahrzeugen sank die Beförderungsmenge der Bahn um 5,3 Prozent. Zuwächse gab es allerdings auch. Am meisten legten Ölprodukte zu (8,9 Prozent), bei land- und forstwirtschaftlichen Produkten inkl. Lebendtiertransporten gab es einen Anstieg von 2,8 Prozent.

Bei den Güterablieferungen im Ausland verzeichnete Deutschland, die wichtigste Destination, den stärksten Rückgang (6,1 Prozent). Ein Minus gab es auch in Italien, Tschechien, Schweiz und Polen. Die stärksten Zuwächse verzeichnete Slowenien (9,5 Prozent). (APA)

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