Holz als Werkstoff

6. Dezember 2004, 09:56
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Als man daranging, die Eigenschaften des Holzes industriell zu nutzen, begann die Entwicklung der Holzwerkstoffe. Aus dem inhomogenen und schwer berechenbaren Rohstoff entstanden standardisierte Produkte mit klar eingegrenzten, berechenbaren Eigenschaften. Holzwerkstoffe werden aus Holzspänen, -fasern, -teilen, sogar aus Holzstaub hergestellt. Vermischt mit Bindemitteln oder Zusatzstoffen, werden die Holzteile durch Heißverpressung zu Platten komprimiert. Je nach Druck entstehen Werkstoffe mit geringer oder hoher Festigkeit. Man unterscheidet Lagenholz, Verbundplatten, Spanwerkstoffe und Holzfaserwerkstoff. Eingesetzt werden die Werkstoffe zur Herstellung von Möbeln und Bauprodukten. Freilich heißt nicht alles, was Platte ist, auch Spanplatte. Im Handel sind Massivholzplatten, Tischlerplatten, OSB (Oriented Strand Board) oder Langspanplatten, Hartfaserplatten, Weichfaserplatten, Heraklith, HDF und MDF, die "Mitteldichte Holzfaserplatte". Die Ökobilanz von Holzwerkstoffen wird durch den oft hohen Energieaufwand in der Erzeugung und durch Schadstoffemissionen (Formaldehyd) getrübt. Konzentrierte sich die Forschung lange Zeit auf die Emissionsminderung, ist nun der Schwerpunkt die Optimierung der Festigkeit. (jub, Der Standard, Printausgabe, 29.11.2004)
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