Aufregung um 1000-PS-Infomail

13. Dezember 2004, 11:53
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Pressesprecherin: Nicht Gorbach, der Betriebsrat des Verkehrsministeriums versendete das Mail zur "Nacht der 1000 PS" mit "feuriger Warm-Up-Party"

Wien - Für Aufregung sorgte vergangene Woche eine Infomail aus dem Verkehrsministerium über eine Veranstaltung am 27. November mit dem Namen "Nacht der 1000 PS", für die der Minister den Ehrenschutz übernommen hatte. Der Nachrichten-Ticker des Ministeriums verwies laut "Presse" auf eine "feurige Warm-Up-Party", bei der "bei Racing Atmosphäre, köstlichem Ferrari Cocktail und Boxenludern ein kleiner Vorgeschmack auf nur einige Höhepunkte der heurigen Nacht der 1000 PS" geboten worden sei.

Gorbachs Pressesprecherin Christine Lackner will nichts von einem Infomail des Vizekanzlers wissen, das erwähnte Mail sei vom Betriebsrat des Verkehrsministeriums an die MitarbeiterInnen ausgeschickt worden. Gorbach zeichne "für Werbetexte oder sonstige Beschreibungen zu dieser Veranstaltung" nicht verantwortlich. Herr Vizekanzler Gorbach habe lediglich den Ehrenschutz übernommen, wie er es für hunderte andere Veranstaltungen auch getan habe und weder die Warm-up-Party noch den Ball selbst besucht, stellte Lackner klar.

Sexistische Ausdrucksweise

Für die Opposition ist nicht nur die Tatsache, dass Gorbachs Mitarbeiterin Ina Sabitzer mit Christian Marek, dem Veranstalter der 1000- PS-Nacht liiert ist, von Bedeutung. SPÖ und Grüne kritisieren auch die sexistische Ausdrucksweise in der Nachricht. SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek forderte eine Entschuldigung von Gorbach mit "1000 PS". Grünen-Verkehrssprecherin Gabriela Moser, die diesen "Skandal" aufgedeckt hatte, war der gleichen Ansicht.

Der Kärntner Landeshauptmann Haider hatte bei der Ernennung der neuen Justizministerin Miklautsch erstmals von "Boxenludern" in Zusammenhang mit Frauen gesprochen. (red)

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