Australien: Rund 170 Wale und Delfine verendet

6. Dezember 2004, 13:34
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Aus ungeklärten Gründen an Land geschwommen - "Es ist ziemlich grausig"

Sydney/Wellington - Rund 170 Wale und Delfine sind aus ungeklärten Gründen in Australien und Neuseeland an Land geschwommen und dort verendet. Das mysteriöse Massensterben von Walen und Delfinen an Stränden im Süden Australiens kostete bis zum Montag rund 120 Tiere das Leben. Nach einem Bericht von Radio New Zealand starben an einem entlegenen Strand bei Opoutere auf der Nordinsel Neuseelands mehr als 50 Grindwale. Insgesamt seien 73 der Tiere dort aus ungeklärter Ursache gestrandet. 18 von ihnen hätten wieder zurück ins Meer gebracht werden können, das Überleben von drei weiteren gestrandeten Grindwalen sei noch nicht gesichert.

Australische Medien meldeten, dass trotz einer Rettungsaktion vieler Helfer auf Kings Island zwischen Tasmanien und dem australischen Festland 73 Grindwale und 25 Große Tümmler strandeten und verendeten. Auf Maria Island im Südosten Tasmaniens gerieten rund 50 Grindwale an Land. Für mindestens 18 der Meeressäuger kam jede Hilfe zu spät, während für die anderen zunächst Hoffnung bestand, dass sie in tieferes Wasser zurückkehren.

"Es ist ziemlich grausig"

"Es ist ziemlich grausig", sagte Tasmaniens Regierungssprecher Warwick Brennan zum Anblick der verendeten Wale und Delfine. "Da liegt eine große Zahl spektakulärer Tiere tot am Strand. Einige Baby-Wale sind auch dabei. Kein schönes Bild." Grindwale können bis zu sieben Meter lang werden und 1,8 Tonnen wiegen. Große Tümmler, oft Begleiter der Wale, erreichen eine Länge von bis zu drei Metern.

Weiterhin herrschte Rätselraten, weshalb die Säuger strandeten. Bereits vor einem Jahr waren in Tasmanien 130 Wale und Delfine auf diese Weise verendet. Der Zoologe David Pemberton vom Tasmanischen Museum in der Hauptstadt Hobart hatte damals gemutmaßt, dass sie möglicherweise bei der Suche nach Nahrung oder auf der Flucht vor einem Angriff zu nahe ans Ufer geraten seien.(APA/dpa)

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    Rund 170 Wale und Delfine sind aus ungeklärten Gründen in Australien und Neuseeland an Land geschwommen und dort verendet.

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