Deutsche Journalisten-Union beklagt Personalabbau und Mittelkürzungen

1. Dezember 2004, 16:01
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"Einhaltung professioneller Maßstäbe schwierig"

Die Deutsche Journalisten-Union (dju) in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beklagt Personalabbau und Mittelkürzungen in den deutschen Medien. Die Ressourcen für die Beschaffung von Informationen und deren angemessene Prüfung würden derzeit in dramatischem Umfang verknappt, heißt es in einer Resolution, die am Wochenende auf dem 18. Journalistentag in Berlin verabschiedet wurde. Dadurch werde es zunehmend schwierig, die professionellen und ethischen Maßstäbe des Journalismus einzuhalten.

In der Erklärung, die mehr als 200 Teilnehmer einstimmig billigten, wurde ferner beklagt, dass PR-Unternehmen zunehmend versuchten, Werbung für Produkte und Kampagnen "in der Verkleidung journalistischer Darstellungsformen" in die Medien einzuschleusen. Die Delegierten riefen die Öffentlichkeitsarbeiter dazu auf, sich auf ihre Dienstleister-Rolle zu beschränken und sich nicht als "Trojanische Pferde" missbrauchen zu lassen. (APA)

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ver.di

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