"Air Ahonen" fliegt zum Auftaktsieg

4. Dezember 2004, 18:18
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Weltcup-Titelverteidiger Janne Ahonen gewann in Kuusamo mit Bestweite in beiden Durchgängen - Höllwarth Dritter

Kuusamo/Finnland - Janne Ahonen hat die übrigen Teilnehmer zu Statisten degradiert und beim Saison-Auftakt in Kuusamo am Samstag überlegen seinen 19. Weltcupsieg gefeiert. Der finnische Pokalverteidiger dominierte mit Bestweite in beiden Durchgängen (144,5/142,0), mit 43,2 Punkten Guthaben distanzierte er den ersten Verfolger, den Deutschen Alexander Herr (138,5/126,5), mit dem drittgrößten Vorsprung der Weltcup-Geschichte. Martin Höllwarth (139,0/123,5) erreichte als bester Österreicher den dritten Rang, Thomas Morgenstern (128,5/133,0) verbesserte sich im Finale dank zweitgrößter Weite von Rang elf auf fünf.

Geschlossene Adler

Der neue ÖSV-Trainer Alexander Pointner durfte mit seiner Premiere zufrieden sein. Denn hinter Höllwarth zeigten auch Morgenstern (nach Bestweite in der Qualifikation) und Andreas Widhölzl als Neunter starke Leistungen. Florian Liegl war nach dem ersten Durchgang Achter, im Finale rutschte der Tiroler bei verkürztem Anlauf allerdings zurück und belegte Rang 15. "Das Ziel, die Geschlossenheit des Teams in den Winter zu bringen, haben wir erreicht", meinte Pointner. "Der Podestplatz ist super, der gibt der ganzen Mannschaft Sicherheit."

Höllwarth präsentierte sich einmal mehr als Wettkampf-Athlet. Nach dem ersten Durchgang Dritter hinter Ahonen und Vorjahressieger Matti Hautamäki genügten danach 123,5 m zum ersten Podestplatz. "Ich habe gewusst, dass ich ganz vorne dabei bin, wenn ich meine Wettkampfstärke ausspielen kann", erklärte der 30-jährige Zillertaler. Morgenstern zeigte nach seinem schrecklichen Sturz im Vorjahr keinen Respekt und bewies in Training und Wettkampf, dass auch er Anwärter für die Top Drei ist. Mit dem ersten Sprung war der 18-jährige Kärntner aber nicht ganz zufrieden. "Vor dem ersten Sprung habe ich mir mehr erwartet. Dann wollte ich im Finale unter die Top Fünf und das habe ich erreicht."

Ahonen kann's noch besser

Die Finnen präsentierten sich vor den eigenen Fans bereits in starker Verfassung (Hautamäki wurde Vierter) und Ahonens Worte klangen wie eine Drohung an seine Rivalen. "Die Sprünge waren gut, aber noch nicht perfekt," erklärte der Finne, der im Sommer Dragster-Rennen bestritten hatte. "Das war eine gute Abwechslung, da musste ich nicht immer an Skispringen denken."

Für einige andere Mitfavoriten klappte es hingegen noch nicht nach Wunsch. Der nun von Heinz Kuttin trainierte Adam Malysz (POL), Gewinner des Sommer-GP, musste sich mit Rang 19 begnügen, Tourneesieger Sigurd Pettersen aus dem noch nicht allzu starken norwegischen Team verpasste sogar das Finale. (APA)

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    Janne Ahonen dominierte den Saisonauftakt der Skispringer.

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