Wichtige Sicherheitsregeln für den Online-Einkauf

5. Dezember 2004, 15:35
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Ärger und finanzielle Verluste beim Weihnachtseinkauf lassen sich vermeiden

Wer beim Weihnachtseinkauf im Internet keine böse Überraschung erleben will, sollte gesunden Menschenverstand walten lassen und auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten. Einem Online-Händler sollte man nicht ohne weiteres Geld überweisen, um später Ärger und finanzielle Verluste auszuschließen.

1. Die Anbieterkennzeichnung ist wichtig, falls es später zu Fragen oder Abwicklungsproblemen kommen sollte. Die Angabe des Firmennamens reicht nicht, es muss unbedingt ein Verantwortlicher namentlich benannt sein. Achten Sie auch auf eine Anschrift mit Straße, Hausnummer und Ort.

2. Angaben zum Verttragschluss geben Aufschluss, wann Sie eine verbindliche Bestellung abgeben. Klicken Sie nicht auf einen Button, wenn Sie sich nicht über dessen Bedeutung im Klaren sind. Im Zweifel sollte der Kaufvorgang lieber abgebrochen werden.

3. Übersichtliche AGB zeigen, ob der Händler die Kundenrechte berücksichtigt. Lange oder komplizierte Klauselwerke lassen darauf schließen, dass Ihre Rechte unzulässig eingeschränkt werden sollen. Unklare Regelungen sind zwar unwirksam, trotzdem kann es hinterher zu Streit mit dem Anbieter kommen.

4. Preistransparenz ist unbedingt erforderlich. Werden die Versandkosten nicht automatisch berechnet, muss eine verständliche Versandkostentabelle vorhanden sein. Manchmal stellt sich dann heraus, dass der Kauf wegen hoher Versandkosten kein Schnäppchen mehr ist.

5. Die Zahlungsbedingungen müssen unmissverständlich formuliert sein. Am sichersten ist die Zahlung erst nach Erhalt der Ware, d.h. Kauf auf Rechnung oder Zahlung per Nachnahme. Viele Anbieter verlangen jedoch Vorkasse durch Überweisung oder Kreditkarte. Dies ist nur empfehlenswert, wenn Ihre Zahlung durch einen Drittanbieter abgesichert ist, z.B. durch den eBay-Treuhandservice oder die Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops.

6. Verbindliche Liefertermine  müssen ausdrücklich vereinbart werden. Bei Unklarheiten sollte nachgefragt und um eine schriftliche Bestätigung gebeten werden. Lässt sich der Anbieter nicht auf einen verbindlichen Termin ein, hat er laut Gesetz 30 Tage Zeit zu liefern.

7. Datenschutz und  Datensicherheit sind für jeden Händler vorgeschrieben. Ihre Daten dürfen nur für die Bestellabwicklung verwendet werden, eine Weitergabe an Dritte ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung zulässig. Zahlungsdaten müssen sicher übertragen werden. Dies können Sie an dem Schloss-Symbol im Internet-Browser erkennen.

8. Kundenservice und Garantien lassen sich im Vorfeld nur schwer überprüfen, wenn der Händler nicht mit einem anerkannten Gütesiegel zertifiziert ist. Achten Sie auf schriftliche Garantiezusagen, und rufen Sie ruhig einmal an, um die Erreichbarkeit des Kundendienstes zu testen.

9. Gütesiegel nehmen Ihnen viel Arbeit ab, weil die zertifizierten Händler umfassend geprüft wurden und Sie einen neutralen Ansprechpartner haben. Achten Sie darauf, dass es sich um ein anerkanntes Gütesiegel handelt. (red)

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