Haider gibt ehemaliger SP-VP-Regierung Schuld

6. Dezember 2004, 09:36
4 Postings

Vorwürfe auch an Bundeshauptstadt Wien

Für das schlechte Abschneiden Österreichs in der jüngsten PISA-Studie ist nach Ansicht des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (F) in erster Linie die ehemalige rot-schwarze Koalition verantwortlich, da sie in ihrer Regierungszeit sämtliche Schulgesetze zu Verfassungsgesetzen gemacht habe. Dies habe zur Folge, dass heute wichtige Reformen im Schulbereich nicht möglich seien, da für die Änderung von Verfassungsgesetzen eine Zweidrittelmehrheit und damit die Zustimmung der SPÖ benötigt werde, meinte Haider gegenüber dem Landespressedienst.

Mit ihrem "destruktiven Blockiererkurs", den die SPÖ seit Monaten auch im Schulbereich vollziehe, verhindere sie die dringend nötige Modernisierung des österreichischen Schulsystems. Als Beispiel nannte Haider, dass die SPÖ seit zwei Jahren die Umbenennung des Unterrichtsgegenstandes "Leibeserziehung" in "Bewegung und Sport" verhindern würde. Haider: "Wenn die SPÖ schon bei solchen Kinkerlitzchen nicht bereit ist Änderungen mitzutragen, dann kann man sich in etwa vorstellen, wie schwer es ist, große und nachhaltige Strukturveränderungen im Bildungsbereich umzusetzen."

Den Absturz Österreichs in der PISA-Studie hat für den Kärntner Landeshauptmann aber auch das Bundesland Wien zu verantworten. So werde durch den hohen Ausländeranteil an den Wiener Schulen das Leseniveau massiv nach unten gedrückt, pädagogische Probleme gebe es schon im Kindergarten. Ein Großteil der ausländischen Familien sei nicht richtig in die Gesellschaft integriert und daher auch der deutschen Sprache nicht mächtig. Schwierigkeiten in der Schule seien laut Haider für deren Kinder daher vorprogrammiert. (apa)

Share if you care.