Klingende Weihnachtskassen erwartet

6. Dezember 2004, 16:36
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Laut Umfrage Umsätze "wie schon lange nicht mehr" in Aussicht - Österreicher planen jeweils 459 Euro für Geschenke auszugeben

Linz - "Rosige Aussichten" für den Handel beim diesjährigen Weihnachtsgeschäft sieht eine neue, am Freitag veröffentlichte Umfrage. Demnach erwartet das Linzer Meinungsforschungsinstitut Spectra Umsätze "wie schon lange nicht mehr".

Die Prognosen beruhen auf einer im November durchgeführten Umfrage bei 1.000 für die österreichische Bevölkerung repräsentativ ausgewählten Personen ab 15 Jahre. Demnach planen die Österreicher heuer im Durchschnitt jeweils 459 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Das sind um 31 Euro mehr als im Vorjahr. Der zu erwartende Umsatz sollte damit hochgerechnet um 103 Mio. auf 1,515 Mrd. Euro steigen.

Nur zehn Prozent kaufen nichts

Diesen Zuwachs begründen die Marktforscher auch damit, dass heuer nur zehn Prozent der Österreicher gar nichts kaufen wollen. Im Vorjahr hatten dagegen 14 Prozent Enthaltsamkeit beim Geldausgeben für Weihnachtsgeschenke angekündigt, im Jahr 2002 sogar 16 Prozent.

Die Hitliste der Weihnachtsgeschenke wird einmal mehr von Bekleidung angeführt, die 46 Prozent der Befragten unter den Christbaum legen wollen. Es folgen Spielzeug mit 38 Prozent Nennungen und Kosmetika mit 29 Prozent. Auch Schmuck (18 Prozent), Sport und Freizeitartikel (17 Prozent) sowie Unterhaltungselektronik (16 Prozent) werden vergleichsweise häufig gekauft. Zwölf Prozent kaufen Lebensmittel oder Getränke, elf Prozent schenken zu Weihnachten Zeitschriftenabonnements beziehungsweise Bücher, zehn Prozent kleine Haushaltsgeräte, neun Prozent Einrichtungsgegenstände. Auffallend ist ein Zuwachs von vier Prozentpunkten bei Mobiltelefonen auf acht Prozent Nennungen. 28 Prozent wollen Gutscheine schenken.

Mit dem Start ins Weihnachtsgeschäft lassen sich die Österreicher ähnlich viel Zeit wie zuletzt. Erst 26 Prozent haben schon im November mit dem Einkaufen der Geschenke begonnen. "Spätestens der kommende erste Einkaufssamstag dürfte aber die Initialzündung für den Weihnachtseinkauf geben", erwarten sich die Meinungsforscher. (APA)

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