Toyota spart am Einsatz von Stahl

16. Dezember 2004, 14:14
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Größter Autohersteller Japans will Versorgungskrise mit weniger Stahleinsatz durchstehen

Tokio - Der japanische Autobauer Toyota will die Versorgungskrise beim Rohstoff Stahl mit verstärkten Sparanstrengungen durchstehen. "Toyota ist sich klar bewusst, dass die Lage etwas schwierig wird", sagte ein Konzernsprecher am Freitag. Der größte Autohersteller Japans versuche deshalb in der Fertigung beim Stanzen der Stahlbleche so wenig Abfall wie möglich zu produzieren. Zudem sei der Einsatz des Metalls bereits von ursprünglich 610 in den Fahrzeugen verwendeten Arten auf 500 gesenkt worden.

Darüber hinaus setze Toyota auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten, sagte der Sprecher. Der Konzern gebe an diese möglichst "akkurate Vorhersagen" über den Bedarf.

Der Toyota-Konkurrent Nissan hatte am Donnerstag angekündigt, er müsse die Produktion in drei von vier Werken in Japan wegen Stahlmangels ab der kommenden Woche für fünf Tage unterbrechen. Analysten hatten daraufhin ähnliche Probleme bei Toyota und Honda in Japan nicht ausgeschlossen. Die Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" berichtete am Freitag, Toyota sei dabei, sich weitere Lieferanten zu sichern, darunter POSCO aus Südkorea und Shanghai Baosteel aus China. (APA)

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