Die grüne Nummer eins

3. Dezember 2004, 11:42
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Trainer Hickersberger wird in den nächsten Tagen entscheiden, wer bei Rapid künftig das Tor hütet - Ivanschitz fehlt die Fitness

Wien - Das "Tormannproblem" des österreichischen Fußball-Rekordmeisters SK Rapid steht offenbar kurz vor der Lösung. Am Donnerstagnachmittag führte Trainer Josef Hickersberger ein Gespräch mit Helge Payer und Jürgen Macho. Wer im Frühjahr die Nummer eins bei den Hütteldorfern sein wird, soll laut Sportdirektor Peter Schöttel "in den nächsten Tagen" feststehen.

Gespräch mit den Keepern

Hickersberger will beim Treffen mit seinen Goalies "gut zuhören und die Schlüsse daraus ziehen. Es geht darum, wie Beide die Situation beurteilen, und darum, wie es in nächster Zeit und im Frühjahr weitergeht", erklärte der frühere ÖFB-Teamchef. Der Hütteldorfer Coach ließ offen, wer am Samstag im Heimspiel gegen Sturm zwischen den Pfosten stehen wird, nur in einem Punkt legte er sich fest: Derjenige, der gegen die Grazer beginnt, soll nicht automatisch der künftige Stamm-Keeper sein.

Seit Macho im vergangenen August von Chelsea zu Rapid gestoßen war, hat der Tabellenführer keinen klaren Einser-Goalie, da Macho alternierend mit Helge Payer zum Einsatz kam.

Ivanschitz in Physiotherapie

Sicher nicht gegen die Grazer einlaufen wird Andi Ivanschitz. Der ÖFB-Teamkapitän laboriert nach den Angaben von "Hicke" noch immer an den Folgen einer Muskelverletzung vom Oktober, nun habe er Probleme mit dem Hüftbeugemuskel und unterzieht sich einer Physiotherapie. "Mangelnde Fitness" lautet Hickersbergers Diagnose, von langwierigen körperlichen Beschwerden des Jungstars geht der Trainer aber nicht aus. "Er wird im Gegensatz zur Vorsaison sicher die komplette Frühjahrsvorbereitung mitmachen und auch in der Halle spielen."

Während Österreichs Fußballer des Jahres 2003 nach einem überwiegend verkorksten Jahr mit Rapid 2005 wieder angreifen will, ist für Marcin Adamski das Engagement in Wien-Hütteldorf in einigen Wochen beendet. Dem Polen, der im Jänner 2002 gekommen war und dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft, wurde laut Schöttel eine Verlängerung bis Sommer angeboten, was der Verteidiger aber ausschlug.

Adamski muss ersetzt werden

Nun befinden sich die Grün-Weißen, die unmittelbar vor dem Sturm-Match von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl den Pokal für den Herbstmeistertitel überreicht bekommen, bereits auf der Suche nach einem neuen Abwehrspieler, zumal Thomas Burgstaller mit Kreuzbandriss bis Saisonende ausfällt.

Abseits der sportlichen Ebene herrscht bei Rapid auch im Marketing-Bereich reger Betrieb. Am Donnerstag präsentierte Rapids Fanbeauftragter Andi Marek rechtzeitig vor Weihnachten den neuen Rapid-Fanartikel-Katalog, in dem Trainer und Spieler für rund 70 neue und insgesamt mehrere hundert Produkte posieren. (APA)

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    Wer wird in Hütteldorf die Nummer eins?

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