Posthume Würdigung von Garibaldis Stute

3. Dezember 2004, 20:55
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Dem Pferd des italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi gebührt schönere Grabstätte, meint ein Tierschutzverein

Caprera - Das vor 128 Jahren beigesetzte Pferd des italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi (1807-1882) soll demnächst eine würdigere Ruhestätte bekommen. Die Urenkelin des Nationalhelden, Anita Garibaldi, habe sich über den verwahrlosten Zustand des Tier-Grabes auf der Mittelmeerinsel Caprera beklagt, berichteten italienische Medien. Der Grabstein von "Marsala" sei von Unkraut und Müll überwuchert. Nun will sich der Tierschutz-Verein Enpa, den Garibaldi 1871 gegründet hatte, für eine bessere Instandhaltung des Grabes der treuen Stute einsetzen.

Die Schimmelstute wurde 1876 nicht weit von ihrem Herrn bestattet. Heute sind die Gräber und das Wohnhaus Garibaldis Nationalmonument und Attraktion für Touristen. Der Spruch auf dem Pferde-Grabstein, den Garibaldi eigenhändig verfasst hatte, ist mittlerweile kaum noch lesbar: "Hier ruht Marsala, die Garibaldi 1860 nach Palermo trug." Auf dem Rücken der weißen Stute hatte der Revolutionär Sizilien von der Fremdherrschaft befreit und damit einen wichtigen Beitrag zur Einheit Italiens geleistet. (APA)

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