Vererbter Gottesglaube?

3. Dezember 2004, 21:18
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Der Glaube an Gott wie auch weibliche Untreue sollen einer britischen Studie zufolge zu 40 Prozent vererbt sein

London - Der Glaube an Gott hängt nach einer britischen Zwillingsstudie zu 40 Prozent von den Genen ab. Wie die Zeitung "The Daily Telegraph" am Donnerstag berichtete, befragte Professor Tim Spector, Leiter eines Zwillingsforschungsprojekts am Londoner St Thomas' Hospital, dafür 1.600 Zwillingspaare. Die Bereitschaft zum Kirchgang wird demnach nicht vererbt, sondern hängt wesentlich von der Erziehung ab. "Wenn wir aber danach fragten, wie stark ihr Glaube an Gott sei, stellten wir einen vererbten Effekt von 40 Prozent fest", sagte Spector.

Auch weibliche Untreue soll genetische Wurzeln haben

Die Studie ergab nach seinen Angaben auch, dass Untreue von Frauen zu 40 Prozent vom Erbgut abhängt. Weitere Faktoren, die zusammen die restlichen 60 Prozent ausmachten, seien die Familiensituation als Kind und individuelle Erlebnisse. Demnach besteht für einen eineiigen Zwilling eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, untreu zu werden, wenn auch seine Zwillingsschwester schon fremd gegangen ist. Bei einem nicht eineiigen Zwilling erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent. "Es gibt kein Untreue-Gen, vielmehr sind fünfzig bis hundert Gene wichtig dabei und geben uns zusammen eine bestimmte Neigung, auf äußere Umstände zu reagieren", erklärte Spector. (APA)

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