Teure Überweisung mit Erlagschein

3. Dezember 2004, 15:32
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AK Test: Banken verlangen bis zu fünf Euro Spesen für Erlagschein- oder Zahlschein-Bareinzahlungen

Wien - Wer einen Erlagschein bar auf ein Konto einzahlt, wird von den Banken kräftig zur Kasse gebeten. Ein AK Test bei 13 Banken zeigt: KonsumentInnen, die kein Konto haben - immerhin 300.000 ÖsterreicherInnen - oder auf ein Konto einer Fremdbank einen Erlagschein bar einzahlen, müssen mit bis zu 5 Euro Spesen rechnen. Wer also kein Konto hat - das sind meist PensionistInnen oder Personen, die Probleme mit der Rückzahlung ihrer Schulden hatten - und seine gesamten Zahlscheine für Miete, Telefon, Strom oder Gas monatlich an der Bankkassa bar bezahlt, zahlt 115 Euro im Jahr allein an Spesen beim höchsten Spesensatz von 5 Euro pro Zahlschein. Auch beim billigsten Spesensatz von 1,50 Euro kosten diese Erlagschein-Bareinzahlungen 34,50 Euro an Spesen im Jahr (23 Zahlscheine pro Jahr).

Die AK hat im Oktober bei 13 Wiener Kreditinstituten die Spesen für Bareinzahlungen von Erlag- und Zahlscheinen getestet. Erhoben wurden die Entgelte für Bareinzahlungen auf ein Konto einer fremden Bank, der eigenen Bank und für karitative Zwecke.

Welche Bank verlangt welche Spesen bei Bareinzahlungen von Erlagscheinen?

Bareinzahlung bei an eine Fremdbank an eigene Bank
Bank Austria 4,00 Euro 2,00 Euro Bank für Tirol und Vbg 2,00 Euro 1,00 Euro BAWAG 2,50 Euro 1,50 Euro Dornbirner Sparkasse 2,91 Euro 0,75 Euro EB u. Hypo Bgld 3,00 Euro 1,50 Euro Erste Bank 3,00 Euro 3,00 Euro Hypo Tirol 2,00 Euro 1,00 Euro Hypo NÖ 5,00 Euro 1,25 Euro Hypo Vbg 1,50 Euro 0,75 Euro Oberbank 3,00 Euro 1,50 Euro PSK 2,00 Euro 1,50 Euro RLB NÖ Wien 4,00 Euro 0,80 Euro Volksbank Wien 3,00 Euro 1,00 Euro

(red)

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