SPÖ hat immer weniger Mitglieder

15. Dezember 2004, 18:59
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Schuldenstand von 25,5 Millionen im Jahr 2000 auf rund 7 Millionen reduziert

Wien - Die SPÖ muss mit einem stetigen Rückgang der Zahl ihrer Mitglieder fertig werden. Innerhalb von fünf Jahren hat die Partei fast ein Fünftel (18,4 Prozent) ihrer Mitglieder verloren. 1999 hatten noch 384.328 Genossen ein Parteibuch, 2003 waren es nur noch 313.469. Trotz der dadurch geringeren Einnahmen hat die SPÖ seit der Übernahme durch Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer ihren Schuldenstand von ursprünglich mehr als 25 Millionen Euro dem Vernehmen nach auf derzeit rund sieben Millionen reduziert. In der Wählergunst ist die SPÖ seit dem Amtsantritt Gusenbauers von knapp über 30 auf derzeit rund 40 Prozent laut Umfragen gestiegen.

Kontinuierlich gesunken

Die Zahl der Mitglieder der SPÖ ist von 384.328 im Jahr 1999 kontinuierlich zurück gegangen - auf 364.040 im Jahr 2000, auf 342.580 im Jahr 2001, auf 328.686 im Jahr 2002 und auf 313.469 im Vorjahr. Interessant dabei ist, dass es mehr als doppelt so viele männliche Genossen (211.244) wie weibliche (102.225) gibt. Durch den Rückgang der Mitgliederzahl sind auch die Einnahmen geringer geworden. Für das Jahr 2002 hat die Bundespartei noch 6.554.558,48 Euro an Einnahmen verbucht. Im Vorjahr waren es laut Rechenschaftsbericht um fast 400.000 Euro weniger, nämlich 6.157.949,99 Euro.

Schuldenstand konnte deutlich reduziert werden

Trotzdem ist es der Partei gelungen, den Schuldenstand deutlich zu senken. Am Bundesparteitag im April 2000, als Gusenbauer zum Nachfolger Viktor Klimas gewählt wurde, hatte der damalige Kassier Franz Dobusch noch Schulden von 25,5 Mio. Euro berichten müssen. Dessen Nachfolger Christoph Matznetter konnte beim Parteitag im Oktober 2002 eine Reduzierung auf 10,4 Mio. Euro vorlegen. Und beim heurigen Parteitag am kommenden Montag wird Matznetter dem Vernehmen nach eine weitere Senkung auf etwa sieben Mio. Euro berichten können.

Gusenbauer-Übernahme

Gusenbauer hat die Partei nach der Wahl 1999 übernommen, bei der die SPÖ 33,2 Prozent erreichte. Nach der Bildung der schwarz-blauen Regierung ist die SPÖ auf etwa 30 Prozent zurückgefallen, von Februar 2001 bis September 2002 lag die Partei laut OGM-Umfragen mit 34 bis 38 Prozent auf Platz eins. Bei der Wahl im November 2002 musste sich die SPÖ mit 36,5 Prozent mit Platz zwei hinter der ÖVP zufrieden geben. Seit März 2003 liegt die SPÖ in den OGM-Umfragen aber wieder durchgehend vor der ÖVP auf Platz eins, seit April 2003 mit zumindest 40 Prozent oder mehr. (APA)

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