Bartenstein drängt auf Flexibilisierung

6. Dezember 2004, 13:49
3 Postings

Wirtschaftsminister im "WirtschaftsBlatt": Arbeitszeitflexibilisierung hat "oberste Priorität" - Arbeitszeitverlängerung kein Thema

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) erhöht den Druck auf die Gewerkschaft puncto Arbeitszeit. Sollte sich die Gewerkschaft einer Arbeitszeitflexibilisierung verweigern, werde er aktiv werden und "einen Vorschlag einbringen", denn die Zeit dränge, meinte Bartenstein im Interview mit dem "WirtschaftsBlatt". Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung habe für ihn "oberste Priorität".

Er verstehe die Gewerkschafter, wenn sie eine Flexibilisierung der Arbeitszeit "nicht unter der Prämisse eines Lohnverzichts zulassen wollen", er verstehe sie allerdings nicht, "wenn sie der ausgezeichnet funktionierenden Sozialpartnerschaft auf betrieblicher Ebene nicht mehr Mitentscheidungsmöglichkeit einräumen, sondern zentralistisch alle Entscheidungen hier in Wien belassen wollen". Das entspreche nicht der vielschichtigen Realität in den Betrieben, zitiert das Blatt den Wirtschaftsminister.

Eine Arbeitszeitverlängerung sei in Österreich "kein Thema, weil wir, was die geleistete Jahresarbeitszeit anbelangt, in Europa zwar nicht an der Spitze, aber im Mittelfeld liegen. Es ist auch gut, dass die Diskussion über die Abschaffung von Feiertagen wieder vom Tisch ist", meint Bartenstein.(APA)

Share if you care.