Schilling nach wie vor in den Köpfen der Österreicher

6. Dezember 2004, 12:07
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Umfrage: Erst jeder Fünfte hat sich an den Euro gewöhnt

Wien - Der Schilling als österreichische Währung ist nach wie vor fest in den Köpfen der Österreicher verhaftet. Fast drei Jahre nach der Euro-Einführung rechnet noch immer ein Drittel der Bevölkerung alle Euro-Werte in Schillingbeträge um. Das sind genau so viele wie schon bei der letzten Umfrage vor einem Jahr. Dies ergab eine aktuelle Repräsentativbefragung der Markant Unternehmensberatung unter 1.000 Österreichern.

Weitere 47 Prozent rechnen nur mehr größere Beträge in Schilling um. Nur 19 Prozent - also jeder Fünfte - geben an, sich schon an den Euro gewöhnt zu haben und halten eine Umrechnung in Schillingbeträge für unnötig. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

"Alle Werte ganz gleich geblieben"

"Alle Werte sind ganz gleich geblieben", so Silke Selbitschka von Markant zur APA. Nur die Werte der Wiener hätten sich merkbar verändert. Demnach dürften die Wiener etwas besser mit dem Euro zurechtkommen. Waren es genau vor einem Jahr noch 30 Prozent, die ausschließlich in Schillingen dachten, sind es heuer nur noch 21 Prozent der Wiener, die alles in Schillingbeträge umrechnen. Dies seien aber nach dem fast dreijährigen Bestehen der Währung noch beachtlich viele.

Männer sattelfester

Nach wie vor rechnen auch Männer seltener in Schilling-Beträge um als Frauen. Fast doppelt so viele Männer (25 Prozent) wie Frauen (15 Prozent) geben an, Euro-Beträge nicht mehr in Schilling umzurechnen. 38 Prozent der Frauen rechnen noch alle Schilling-Beträge in Euro um, von den Männern tun dies 20 Prozent.

Fast gleich geblieben ist auch das Ergebnis, dass wesentlich mehr ältere Österreicher als jüngere Euro-Beträge noch in Schilling umrechnen. Während 16 Prozent der 15- bis 29-Jährigen noch alle Euro-Beträge in Schilling-Beträge umrechnen, tun dies 44 Prozent der über 60-Jährigen.

Hinsichtlich der Berufstätigkeit zeigt sich, dass sich Schüler schon weit besser an den Euro als Zahlungsmittel gewöhnt haben. 12 Prozent der Schüler, aber 41 Prozent der Pensionisten geben an, noch alle Euro-Beträge in Schilling umzurechnen.(APA)

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