Briten lockern 3G-Auflagen

1. Dezember 2004, 10:09
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100 Jahre alte Bestimmungen sollen geändert werden

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom will die Auflagen zur Errichtung von Mobilfunknetzen der neuesten Generation (3G) abschwächen. Wie die Behörde mitteilte, soll damit Bedenken der Industrie entsprochen werden. Bei den Auflagen geht es vor allem um den Zeitraum, innerhalb dessen die britischen 3G-Lizenznehmer ein Netzwerk errichten müssen.

Die Änderungen der 3G-Auflagen erfolgen im Rahmen einer als historisch geltenden Neufassung der Regulierungsbestimmungen für die Funkfrequenzen. Diese stammen in ihrer Gesamtheit vom Beginn des vorigen Jahrhunderts. Die Ofcom will Mitte Dezember ein Dokument vorlegen, mit dem die Änderung der Regulierungsbestimmungen im Allgemeinen und der 3G-Auflagen im Speziellen skizziert werden sollen.

Besonders die Mobilfunkprovider wie mmO2 haben auf eine Änderung der Auflagen gedrängt. Diese verpflichten in ihrer derzeitigen Fassung die Unternehmen, bis zum Jahr 2007 eine Netzwerkabdeckung von 80 Prozent der Bevölkerung mit 3G zu erreichen. Die Lizenznehmer Vodafone, Orange, T-Mobile, mmO2 und Hutchison Whampoas 3 hatten im Jahr 2000 bei der Frequenzversteigerung insgesamt 22,5 Mrd. Pfund (32,1 Mrd. Euro) auf den Tisch gelegt. Tatsächlich ist UMTS bis jetzt in Großbritannien aber nicht recht vom Fleck weggekommen. Bis auf Vodafone und 3 hat noch keiner der Provider mit den Verkauf entsprechender Handsets begonnen. (pte)

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