Fed-Cup: Ein Satzgewinn für Österreich

7. Dezember 2004, 12:43
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ÖTV-Damen beim 0:5 im Halbfinale gegen Russ­land völlig chancenlos - Meusburger knöpfte Myskina immerhin einen Satz ab

Moskau - Das stark ersatzgeschwächte ÖTV-Damenteam war im Halbfinale des Fed Cups gegen Russland wie erwartet chancenlos und unterlag 0:5. Die Gastgeberinnen treffen in Moskau am Wochenende in ihrem insgesamt fünften Endspiel auf Titelverteidiger Frankreich (5:0 gegen Spanien) und wollen den Pokal erstmals gewinnen. Österreich beendete den Bewerb gemeinsam mit Spanien so wie schon 2002 auf Rang drei. Am Freitag erfolgt in Moskau die Weltgruppen-Auslosung 2005. Österreich ist als eines von nur acht Ländern dabei, Russland, Frankreich, die USA und Spanien sind gesetzt.

Yvonne Meusburger gelang im ersten Einzel des zweiten Halbfinal-Spieltages immerhin der einzige Satzgewinn. Die Vorarlbergerin, Nummer 173 der Weltrangliste, nahm der French-Open-Siegerin Anastasia Myskina (WTA-Nummer 3) den ersten Satz ab, verkaufte sich in der Folge gut, musste aber nach 1:40 Stunden schließlich mit 6:3,3:6,1:6 die Segel streichen.

Die 20-jährige Daniela Kix (WTA-Nummer 362), anstelle von Patricia Wartusch nominiert, musste danach die Überlegenheit der Weltranglisten-Fünften und US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa anerkennen und verlor ohne Breakchance 1:6,1:6, ehe Meusburger/Patricia Wartusch gegen Kusnezowa/Jelena Lichowzewa mit 2:6,2:6 den Kürzeren zogen.

Meusburger sah ihr Einzel durchaus positiv: "Dieses Match hat mir unglaublich viel Selbstvertrauen für die Zukunft gegeben", meinte die 21-Jährige, die nach dem Satzgewinn Lust auf mehr bekam. "Im zweiten Satz habe ich an den Sieg geglaubt. Ich habe aber gesehen, dass gegen eine Spielerin dieser Stärke einfach alles stimmen muss." Dabei war die ÖTV-Spielerin im ersten Satz schon 0:3 zurückgelegen. Sie kämpfte sich gegen die haushohe Favoritin aber wieder heran und schaffte ein Break zum 5:3, ehe sie nach 37 Minuten mit dem sechsten Game-Gewinn in Serie ausservierte.

Auch in der Folge wurde Myskina mehr gefordert, als ihr lieb war. Die Österreicherin erlief fast jeden Ball der Russin, beging wenig Eigenfehler. Im letzten Satz ging es in zahlreichen Games bis zum Einstand, doch Myskina hatte dank ihrer Klasse immer das bessere Ende für sich. ÖTV-Kapitän Alfred Tesar war mit der Vorstellung zufrieden. "Vor allem deshalb, weil Yvonne meine Forderung, mit mehr Mut zum Risiko zu spielen, befolgt hat. Sie hat so wie gegen Kusnezowa wieder sehr sicher und konstant gespielt, aber heute mit einigen Variationen, durch die Myskina fehlerhaft wurde." (red/APA)

Ergebnisse der Fed Cup-Finalrunde in Moskau:

Halbfinale:

Russland - Österreich 4:0

Mittwoch:

  • Swetlana Kusnetsowa - Yvonne Meusburger 6:1,6:1
  • Anastasia Myskina - Patricia Wartusch 6:0,6:0

    Donnerstag:

  • Myskina - Meusburger 3:6,6:3,6:1
  • Kusnezowa - Daniela Kix 6:1,6:1
  • Kusnezowa/Jelena Lichowzewa - Meusburger/Wartusch 6:2,6:2
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      Yvonne Meusburger nach der Pleite gegen French-Open-Siegerin Anastasia Myskina: "Dieses Match hat mir unglaublich viel Selbstvertrauen für die Zukunft gegeben."

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