Golfstaaten bauen Festnetz im Sudan auf

1. Dezember 2004, 10:09
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Das Netz soll innerhalb eines Jahres in Betrieb gehen - Es kommen verschiedene Technologien zur Anwendung

Die arabischen Golfstaaten wollen massiv in die Telekommunikation im von Bürgerkrieg und von Hungersnot heimgesuchten Sudan einsteigen. Laut einem Bericht der in Dubai erscheinenden Gulf News will ein Konsortium rund um den Provider Etisalat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den nächsten beiden Jahren 200 Mio. Dollar in dem Bürgerkriegsland investieren. Die Aussichten auf diesen Deal haben Etisalat offensichtlich gut getan. An der Börse stiegen nach Bekanntgabe der Investitionen die Aktien massiv an.

Investments

Mit dem Geld soll ein Festnetz-Netz aufgezogen werden. Das von Etisalat geführte Konsortium hat die Lizenz für den Aufbau eines zweiten Festnetz-Netzes erhalten. Wegen der Größe des Landes und der gegenwärtig äußerst niedrigen Verbreitung von Telefon-Anschlüssen wird Etisalat massiv investieren. "Die Investments werden noch über die 200 Mio. Dollar hinausgehen, da wir das Netz später ausbauen wollen", sagte Etisalat-CEO Mohammad H. Omran.

Verschiedene Technologien

Das Netz soll innerhalb eines Jahres in Betrieb gehen. Zur Anwendung sollen verschiedene Technologien kommen, unter anderem setzt Etisalat auf Technologien des Satelliten-Telefonanbieters Thuraya . Börsen-Analysten sehen die Afrika-Pläne der Araber offenbar äußerst positiv. Das Unternehmen könne damit seine sinkenden Marktanteile auf dem Heimmarkt ausgleichen. "Etisalat ist ganz sicher auf dem richtigen Weg", kommentierte Lama Abou Ghali, ein Analyst bei ABQ Zawya LLC. (pte)

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