Die Börsenrückkehr eines "anderen"

1. Dezember 2004, 14:25
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KTM-Chef Stefan Pierer kommt wieder in die Oberliga der Börse

Wien - "Sag niemals nie", beantwortete Stefan Pierer 1999, anlässlich des Rückzugs der Motorradschmiede KTM von der Wiener Börse die Frage nach einem möglichen zweiten Börsengang. Mit der nun anlaufenden Kapitalerhöhung steigt er wieder in das liquideste Segment der Wiener Börse, in den Prime Market, ein. Gelistet ist er an der Wiener Börse bereits seit Dezember des Vorjahres wieder.

Diesmal steigt Pierer - mit KTM-Finanzvorstand Rudolf Knünz als Partner - mit der Cross Holding in die obere Liga der Wiener Börse ein. Ihre wesentlichsten Beteiligungen sind die Motorradschmiede KTM und der Feuerwehrausrüster Rosenbauer.

Erstnotiz voraussichtlich am 15. Dezember

Im Prime Market wird die Cross Holding mit - je nach Zeichnung der Aktionäre - rund 50 Mio. Euro Kapitalisierung haben, gerechnet auf Basis des aktuellen Kurses von 31,50 Euro. Das entspricht etwa Wolford, Head oder AvW. Erstnotiz der "neuen" Cross: voraussichtlich am 15. Dezember.

Das Börsendebüt hatte KTM 1996, das Delisting war 1999. Dazwischen lagen für Aktionäre über 50 Euro Kurssteigerung. Über den Grund für den Rückzug, während das Unternehmen starke Zahlen vorlegte, wurde viel spekuliert, letztlich zeigte sich, dass Pierer ohne Licht der Öffentlichkeit, ohne Ungemach einer Börsennotiz, das Geschäft expandieren wollte. Dazu kam das britische Private Equity-Haus BC an Bord, das Pierer nun wieder auskaufen will. (kbau, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.11.2004)

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