FPÖ will nur auf zehn Monate verkürzen

2. Dezember 2004, 11:58
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Haubner: Freiwillige Verlängerung soll möglich sein - Gleichstellung mit Wehrdienst nicht möglich

Wien - Die FPÖ spricht sich für eine Kürzung des Zivildienstes von zwölf auf zehn Monate aus. Die Verringerung solle entsprechend mit der Kürzung des Grundwehrdienstes von acht auf sechs Monate vollzogen werden, sagte FPÖ-Chefin Ursula Haubner am Dienstag in einer Pressekonferenz. Es solle aber auch die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes bestehen, mit Anreizen wie einer höheren Tagespauschale.

Wie es auch von Seiten der ÖVP immer wieder heißt, wäre eine Gleichstellung mit dem Wehrdienst für die FPÖ derzeit nicht möglich. Zivildiener seien ein wichtiger Bestandteil im Pflegedienst und anderen sozialen Bereichen. Man könne nicht einfach willkürlich Kürzungen vornehmen, ohne daran zu denken, "ob wir uns das auch leisten können" und ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen, so Haubner.

Offenbar weiter uneinig ist man sich mit dem Koalitionspartner über das Inkrafttreten der Wehrdienst- und damit auch der Zivildienstverkürzung. Die Bundesheerreformkommission hat eine frühest mögliche Verkürzung für 2007 vorgeschlagen, die ÖVP möchte diese aber bereits 2006 vornehmen. Bei diesen Plänen des Koalitionspartners sieht Haubner noch Verhandlungsbedarf. Man könne nicht nur sagen, "am so und so vielten gibt es eine Verkürzung". Es gelte auch, die "Rahmenbedingungen" zu berücksichtigen. (APA)

  • Die FPÖ fordert die meisten Monate an Zivildienst
    grafik: derstandard.at

    Die FPÖ fordert die meisten Monate an Zivildienst

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