Schokolade gegen Husten

1. Dezember 2004, 13:46
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Britische Forscher haben im Hauptbestandteil der Schokolade, Theobro­min, einen extrem effektiven Wirkstoff gegen Husten gefunden

London - Britische Forscher haben im Hauptbestandteil der Schokolade, Theobromin, einen extrem effektiven Wirkstoff gegen Husten gefunden. Der Stoff ist um mehr als ein Drittel wirksamer als das Hustenmittel Codein. Außerdem weist Theobromin wesentlich weniger Nebenwirkungen auf als das Alkaloid Kodein, berichtet das Wissenschaftsmagazin Faseb.

Codein ist Monomethyläther des Morphins und kommt in Opium vor. Die Substanz, die als Suchtgift eingestuft ist, wirkt nicht nur zentral hustendämpfend, sondern bekämpft allgemein Schmerzen. Sie kommt häufig als Kombinationspräparat mit anderen Medikamenten vor. Theobromin, ebenso ein Alkaloid, ist ein naher Verwandter des Koffeins. Es regt das zentrale Nervensystem an, wirkt jedoch schwächer als die meisten Alkaloide wie auch Kaffee. Es erweitert auch die Blutgefäße und wirkt harntreibend.

"Bisher keine effektiven Behandlungsmethoden"

"Husten ist ein medizinischer Zustand, der fast jeden Menschen irgendwann einmal heimsucht. Effektive Behandlungsmethoden fehlen aber bisher", so Studienleiter Peter Barnes vom Imperial College London. Husten kann eine wesentliche Beeinträchtigung des Lebens bedeuten. Die Untersuchung, die zunächst nur an zwanzig Personen durchgeführt wurde, ergab allerdings ein deutliches Signal zugunsten von Theobromin. Besonders auffällig war der Vorteil bei der Untersuchung nach den Auswirkungen auf Herz-und Kreislauf aber auch auf das Zentralnervensystem. Kodein darf etwa bei Inbetriebnahme von Fahrzeugen oder Maschinen nicht eingenommen werden, da es die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. "Für solche Patienten würde sich Theobromin gut eignen", erklärt Studien Ko-Autorin Maria Belvisi. (pte)

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