Margit Fischer fordert Verständnis für Flüchtlinge ein

15. Dezember 2004, 20:12
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Caritas-Direktor Landau: Besuch ist ein Signal gegen Vorurteile

Wien - Als Signal gegen Vorurteile wertet Caritas-Direktor Michael Landau den Besuch von Margit Fischer, der Frau des Bundespräsidenten, im Wiener Caritas-Flüchtlingshaus "Karawan". Margit Fischer habe die Konfrontation mit den Fluchtgeschichten besonders der Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern nicht gescheut, betonte Landau in einer Aussendung am Dienstag. Fischer zeigte sich vom teilweise jahrelangen ungewissen Ausgang der Asylverfahren betroffen und warb für Verständnis gegenüber Flüchtlingen.

Fischer habe sich in einer großen Frauenrunde - bei der sich die Männer, auch der Caritas-Direktor zurückgezogen hatten - mit den Schicksalen konfrontiert und sei auch heftigen Gefühlsausbrüchen der Frauen nicht ausgewichen, berichtete die Caritas. Für sie war es, wie Fischer betonte, wichtig zu sehen, "in welchen dramatischen und für uns unvorstellbaren Situationen Menschen in den Krisenherden der Welt Tag für Tag versuchen zu überleben". Die Menschen seien aus Umständen geflüchtet, "in denen wir keinen Tag leben möchten". Sie forderte Verständnis für jene ein, denen die Flucht nach Österreich gelungen sei.

Für Landau zeigte Fischers Besuch, "dass es notwendig ist, auf Information und Fakten zu setzen und nicht auf Vorurteile". Die pauschalisierende Gleichung "Asylwerber=kriminell" sei nicht zulässig, sprach sich der Caritas-Direktor erneut gegen dieses Vorurteil aus. Bei den SozialarbeiterInnen ist die Frau des Bundespräsidenten auch gut angekommen: Auch wenn sie Einzelhilfe nicht leisten könne, gebe ihre Anteilnahme, ihr Interesse den Flüchtlingsfrauen Kraft, auch in ihrer schwierigen Situation. (APA)

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