Eibe - Nachhaltiges Holz vom Giftbaum

25. Februar 2005, 10:28
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Nachhaltiges Holz vom Giftbaum Schon der Mann vom Hauslabjoch wusste die besonderen Eigenschaften des Holzes der Eibe (Taxus baccata) zu schätzen: Ötzi war mit Waffen und Werkzeugen aus dem besonders festen und elastischen Material ausgestattet.

Übermäßige Schlägerungen

Diese Eigenschaften wurden dem Baum, der am besten in luftfeuchten Steilhangwäldern gedeiht und dort 15, höchstens 20 Meter hoch wird, jedoch spätestens ab dem Mittelalter zum Verhängnis. Durch übermäßige Schlägerungen im Dienste der Armbrusterzeugung ging die Verbreitung der Eibe in Mitteleuropa stark zurück. Zudem dezimierten Bauern, die ihr Vieh im Wald weiden ließen, den Bestand des außer seiner roten Beeren giftigen Baumes.

Monotonisierung der Waldwirtschaft

In der Jetztzeit hingegen stellt die Monotonisierung der Waldwirtschaft die größte Gefahr für die Eiben dar. Derzeit gelten sie in ganz Österreich als gefährdet. Viele Eiben sind deshalb als Naturdenkmäler ausgewiesen. Um ihren Bestand wieder zu verbreitern, ist jedoch Umdenken nötig. Sprich: nachhaltige Waldwirtschaft. (bri, DER STANDARD Printausgabe 22.11.2004)

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    Durch übermäßige Schlägerungen im Dienste der Armbrusterzeugung ging die Verbreitung der Eibe in Mitteleuropa stark zurück

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