Mediatorin gründete Werbeagentur

6. Mai 2005, 13:08
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Konfliktfrei in die Selbstständigkeit

Nach vier Semestern Jus hatte Dagmar Achter genug: "Überfüllte Hörsäle, Massenabfertigung - das war nicht wirklich, was ich mir vorgestellt hatte", erzählt die heute 30-Jährige. Nur zufällig erfuhr sie auf einer Messe vom FH-Studium für Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung.

"Aus der untersten Schublade wurden dort damals ein paar schreibmaschinengetippte Handzettel gekramt - professionell sah das nicht aus." Inhaltlich überzeugte sie das Papier aber dennoch. "Als ich mich beworben hab, stand noch gar nicht fest, ob dieser Lehrgang überhaupt stattfinden wird", lacht Achter, Teilnehmerin des ersten Jahrgangs der berufsbegleitend konzipierten Ausbildung. "Tagsüber hab ich gekellnert, dann in der PR-Abteilung von Hilton gearbeitet."

Es folgte der Wechsel zu einem Verlag, wo sie schließlich ihren späteren Mann kennen lernte. "'99 haben wir dann eine eigene Firma gegründet, eine Kombination aus Agentur und Verlag." Das finanzielle Risiko hätte sie nicht geschreckt: "Wir hatten das Glück, bereits mit Kunden zu starten - das Eis war also nicht ganz dünn." Den Abschluss des Studiums im folgenden Jahr erlebte Achter als große Umstellung. "Ich wusste erst gar nicht, wohin mit der vielen Zeit. Deshalb hab ich gleich eine Mediationsausbildung und mehrere Sprachkurse angeschlossen." Ihre weiteren beruflichen Ziele verbindet Achter alle mit dem eigenen Unternehmen: "Wir beschäftigen heute sechs fixe Mitarbeiter. Wenn wir noch aufstocken könnten, wär ich sehr stolz."

(ansl/DER STANDARD-Printausgabe, 20./21.11.2004))

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