Neue Welle, neue Stelle

6. Mai 2005, 13:09
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Ziel war, ein digitales Broadcasting und Redaktionssystem aufzubauen. Radio X-Stream der FH Salzburg geht in Kürze online-Studierende aller Richtungen waren von der Konzeption bis zum letzten Detail der Corporate Identity damit befasst

Am 9. Dezember wird zuerst Geburtstag gefeiert, dann geht das Webradio der FH Salzburg, das seit einem Monat in der Testphase läuft, online. "Und ab Februar sind wir auch on air auf der Frequenz 107,5 MHz, zumindest stundenweise", erzählt Cosima von Prittwitz und Gaffron, die das Projekt Radio X-Stream initiiert hat. Sie ist Lektorin der Abteilung Digitales Fernsehen und leitet den Fachbereich Audio, Musikproduktion und Kommunikation.

Von der Konzeption, Planung, technischen Durchführung über das Moderationskonzept, die Klärung des rechtlichen Hintergrunds mit den Verwertungsgesellschaften wie AKM bis hin zur Ausstattung waren Studierende der unterschiedlichsten FH-Fachrichtungen im Projekt eingebunden. Das Interieur stammt von Studenten des Bereichs Design & Produkt vom Holztechnikum Kuchl. Studenten des Lehrgangs Telekommunikationstechnik und -systeme sind für das IT-Management - Netzwerk, Streaming, Datenweb - zuständig. Multimedia Art hat die Webpage gestaltet, Logo und Style-Guide entwickelt. "Wichtig ist die Motivation, an einem realen Projekt mitzuarbeiten."

24 Stunden Programm Der Betrieb wird von einem "studentischen Kernteam" organisiert, gearbeitet wird mit dem Redaktionssystem rcs Selector. Auch das Moderatiorenteam rekrutiert sich aus Studierenden, die sowohl ein Moderations- und Sprechtraining bekommen, wie auch im technischen Bereich ausgebildet werden.

"In erster Linie ist es als Lehrradio gedacht", so von Prittwitz und Gaffron, und wird alle Möglichkeiten eines Webradios ausschöpfen: Neben einem 24-Stunden-Livestream mit Schwerpunkt Rockmusik gibt es unterschiedliche Applikationen, dazu vier Special Interest Channels. Die Musikvorlieben wurden mithilfe einer Zielgruppenanalyse erhoben, "wir wollen schließlich nicht an den Studierenden vorbeiarbeiten". Im Studio werden Livesendungen abgewickelt, zu denen auch Höher zugeschaltet werden. Kooperiert wird außerdem mit dem Rockhaus, um Musiker wie kürzlich für Interviews zu bekommen. Für die Zukunft ist der österreichweite Ausbau des Netzwerks geplant, in das möglichst viele oder sogar alle Fachhochschulen eingebunden werden sollen. Weiteres Ziel ist die Integration von Videostreaming und IP-TV, Fernsehen über Internet: Start frühestens im Herbst 2005.

(ls/Der Standard-Printausgabe,20./21.11.04))

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    bild: fh-salzburg
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