Deutschland: Stoiber fordert längere Arbeitszeiten

6. Dezember 2004, 13:49
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USA und Österreich als Vorbilder

München - Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hat sich nachdrücklich für längere Arbeitszeiten und weitere Reformen in Arbeits- und Tarifrecht ausgesprochen, um Konjunktur und Arbeitsmarkt in Deutschland zu beleben. Stoiber verwies auf dem CSU-Parteitag am Samstag in München darauf, dass ein US-Bürger im Schnitt pro Jahr etwa zehn Wochen länger arbeite als ein Deutscher, in Österreich sei es gut ein Monat mehr. Daher sei es kein Wunder, dass dort das Einkommen höher und die Arbeitslosigkeit niedriger sei als in Deutschland.

"35-Stunden-Woche ist ein Irrweg"

Die 35-Stunden-Woche sei ein Irrweg gewesen: "Wir müssen mehr arbeiten, wir müssen flexibler arbeiten, damit wir Schritt halten können mit anderen Ländern", sagte Stoiber.

Er verteidigte zudem Pläne der Union, im Fall eines Wahlsiegs 2006 den Kündigungsschutz aufzuweichen. "Das wird Arbeitgeber ermuntern, mehr Arbeitnehmer einzustellen", sagte er. Die CSU hatte am Freitag beschlossen, dass der Kündigungsschutz erst in Betrieben ab 20 Mitarbeitern statt bisher zehn gelten soll. Zudem fordert die CSU tarifrechtliche Änderungen etwa bei der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen oder der Fortgeltung von Tarifverträgen im Fall eines Austritts eines Unternehmens aus einem Arbeitgeberverband. (APA/Reuters)

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