Media Markt: Geschäft entwickelt sich gegenläufig zu Konjunktur

1. Dezember 2004, 14:26
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Elektrohandelskette rechnet 2004 mit Umsatzplus von vier Prozent

Wien - Die größte heimische Elektrohandelskette Media Markt rechnet 2004 mit einem Umsatzanstieg von 833 auf knapp 870 Mio. Euro, ein Plus von gut vier Prozent. Im Weihnachtsgeschäft soll der Umsatzzuwachs im hohen einstelligen Bereich liegen, erklärte Donnerstag Abend Media Markt-Chef Gerhard Sandler vor Journalisten.

Das Geschäft rund um den 24. Dezember befindet sich seinen Angaben zu Folge derzeit im Umbruch. Die Kunden kaufen immer später, durch das stark zunehmende Schenken von Bargeld und Gutscheinen verlagern sich die Einkäufe immer mehr nach Weihnachten. Laut einer Market-Studie haben im Jahr 2001 rund 29 Prozent der Österreicher einen Gutschein verschenkt, 2003 waren es 45 Prozent, heuer sollen es 48 Prozent sein.

Geschäft entwickelt sich gegenläufig zu Konjunktur

Dass die Österreicher wegen Gesundheits- und Pensionsreform mehr sparen, glaubt auch Sandler - aber nicht bei Media Markt. Dort würde sich das Geschäft gegenläufig zu Konjunktur entwickeln, weil man das Image eines "sehr preisgünstigen Anbieters" habe, so Sandler. Laut Market will heuer jeder Dritte weniger unter den Christbaum legen.

Im April 2005 will Media Markt, der sich selbst als größter Elektrohändler in Europa sieht, eine neue Filiale im 10. Wiener Gemeindebezirk mit einer Verkaufsfläche von rund 3.500 Quadratmetern eröffnen.

Angst vor der Konkurrenz durch Lebensmittelketten und Baumärkten, die immer wieder mit PC-Aktionen werben, hat er nicht. "Wir unterbieten jeden Diskonter-PC um 100 Euro", so Sandler, der den Diskontmarkt im Abnehmen sieht. Er setzt auf ein umfassendes Angebot - nach Eigenangaben hat Media Markt 60.000 Markenartikel vorrätig - und Beratung sowie auf Lagerhaltung. Bei letzterem sei man der einzige in Österreich.(APA)

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