Klimawandel macht sich im Burgenland bemerkbar

21. März 2005, 14:21
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Bis 2040 wird die Durchschnittstemperatur in Eisenstadt im Vergleich zu 1948 um zwei Grad Celsius ansteigen, so der WWF

Eisenstadt - Der Klimawandel zeigt auch regionale Auswirkungen. Bis zum Jahr 2040 wird sich die Durchschnittstemperatur in Eisenstadt im Vergleich zu 1948 um zwei Grad Celsius erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Studie der BOKU Wien hervor, die der WWF am Donnerstag in Eisenstadt präsentiert hat. "Vegetation, Fließgewässer und die Kreisläufe in der Landwirschaft werden sich dadurch erheblich verändern. Trockenperioden und sinkende Grundwasserspiegel sind die direkten Auswirkungen des Klimawandels im Burgenland", erläuterte der WWF-Klimaexperte Markus Niedermair.

Lacken, Salzsümpfe und Salzsteppen betroffen

Neben Landwirtschaft und Vegetation sind im Burgenland speziell die Lacken und Salzsümpfe im Seewinkel sowie die zeitweise überschwemmten Salzsteppen des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel betroffen. Ausbleibende Niederschläge und höhere Temperaturen verändern den empfindlichen Wasser- und Salzhaushalt dieser Steppen-Feuchtgebiete. Anstelle des regelmäßigen Wechsels zwischen Überschwemmung im Winter und Frühjahr sowie Austrocknung im Spätsommer und Herbst treten immer längere, eintönige Trockenphasen.

"In der Landwirtschaft liegen die Probleme vor allem im ansteigenden Wasserverbrauch und der unklaren Entwicklung der Schädlinge bei verlängerten Vegetationsperioden", so Herbert Formayer von der BOKU Wien. Die massiven Auswirkungen des Klimawandels auf das gesamte Ökosystem schlagen auch auf die Lebensbedingungen der Menschen durch, warnt der WWF. Er fordert die Bevölkerung auf, ihre Beobachtungen zum Klimawandel zu melden. (APA)

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    derstandard.at
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