SPÖ-Frauen: Sudan-Hilfe zugesagt

6. Dezember 2004, 13:11
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Neue Spendenkampagne wird gestartet

Wien - "Die Situation im Sudan ist weiterhin katastrophal, neben der überlebensnotwendigen Hilfe der Organisationen vor Ort, muss der politische Druck, den Konflikt zu lösen, weiter aufrecht bleiben", so Marina Peter vom Sudan Focal Point Europe DOnnerstags bei einem von SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender und Zweiter Nationalratspräsidentin Barbara Prammer initiierten Treffen im Parlament. Barbara Prammer, die gemeinsam mit Marina Peter, der SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit Petra Bayr, SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer und Philipp-Stephan Schneider, Koordinator der Sudan Plattform Austria, im Parlament über mögliche Initiativen beriet, zeigte sich über das Ausmaß der Katastrophe vor Ort besorgt. Unter dem Titel "SPÖ Frauen helfen Menschen im Sudan" wird eine Spendenkampagne gestartet. Der Erlös der Spendenaktion kommt "Nachbar in Not" und damit österreichischen Hilfsorganisationen zu.

Massenvergewaltigungen als Kriegstaktik

Marina Peter, die seit 17 Jahren im Sudan tätig ist und als Mitarbeiterin der Sudan Focal Point Europe in Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort Lobbyarbeit für friedliche Konfliktlösung betreibt, schilderte die Tragweite der Katastrophe: "Die Massenvergewaltigungen von Frauen und Mädchen haben keineswegs aufgehört und werden leider als brutale Kriegstaktik und Einschüchterung eingesetzt. Der humanitäre Zugang für die Hilfsorganisationen vor Ort ist etwas besser geworden. Die Verweigerung des Zugangs von Helferinnen und Helfern ist aber ebenfalls eine Kriegstaktik, die in vielen Krisenherden beobachtet wird. Der Weltsicherheitsrat, der heute in Nairobi tagt, um über den Konflikt im Sudan zu beraten, ist eine wichtige Chance, einer politischen Lösung näher zu kommen. Wenn bis zur Regenzeit im Frühjahr die Menschen nicht aus den Flüchtlingslagern zurückkehren können, dann wird die Ernte kaputt gehen. Das Ausmaß der Katastrophe nimmt dann unfassbare Dimensionen an", warnte Marina Peter. "Das Friedensabkommen für den Nord-Süd - Konflikt wurde bereits für August versprochen, bisher ist jedoch nichts geschehen", kritisierte Philipp-Stephan Schneider von der Sudan Plattform Austria.

"Es ist ungemein wichtig, eine Balance zwischen humanitärer Hilfe und politischer Konfliktlösung zu finden", ist Petra Bayr überzeugt, die bereits im August dieses Jahres gemeinsam mit SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer österreichische Hilfsorganisationen zu einem Runden Tisch eingeladen hat, um die Hilfe bündeln zu können, Informationen auszutauschen und Synergien zu schaffen. (red)

"SPÖ-Frauen helfen Menschen im Sudan"
BAWAG Konto: 02410-665-452, BLZ 14000
lautend auf: Verein der Freundinnen der Frau und Politik
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