Das Klimaschutzprotokoll

25. Februar 2005, 10:29
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Als internationales Abkommen zum Klimaschutz schreibt das Kioto-Protokoll verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest. Diese gelten als wichtige Mitauslöser der globalen Erwärmung, die für Wetterkapriolen wie Stürme und Dürren mitverantwortlich gemacht wird. Das zunehmende Vorkommen der Treibhausgase in der Erdatmosphäre wird großteils auf menschliche Aktivitäten (Industrie, Verkehr) zurückgeführt.

Emissionsniveau

Das Kioto-Protokoll sieht vor, dass die Industrieländer ihre Emissionen bis zum Jahre 2012 um sechs bis acht Prozent senken müssen. Russland soll das Emissionsniveau von 1999 nicht überschreiten, für China und andere Entwicklungsstaaten sind keine Beschränkungen vorgesehen. Die EU insgesamt hat sich zu einem Minus von acht, Österreich als Einzelstaat zu einem Minus von 13 Prozent verpflichtet: Ein Ziel, dessen Erreichen vor allem die zunehmenden Kohlendioxidausstöße durch Auto- und Lkw-Verkehr entgegenstehen.

Mit der Ratifizierung des Protokolls durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin am 5. November 2004 kann dieses im Februar 2005 in Kraft treten; Bedingung für sein Wirksamwerden war die Unterzeichnung einer Anzahl von Staaten, die zusammen für 55 Prozent aller Kohlendioxidausstöße (Stand 1999) verantwortlich sind. Davor hatte die Weigerung des größten Kohlendioxidemittenten USA, das Protokoll zu unterzeichnen, sein Wirksamwerden verhindert. (bri, DER STRANDARD Ptintausgabe 18.11.2004)

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