Die sieben beliebtesten Ausreden der Filmpiraten

Redaktion, 27. November 2004, 12:21
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... und was der Wiener Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) dazu sagt

Nicht nur Hollywood kämpft gegen Raubkopien, der österreichische Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP), in dem die amerikanischen Filmstudios und die heimischen Verleihfirmen vertreten sind, hat ähnliche Anliegen.

Razzien

So wurden etwa nach Angaben des Vereins bei Razzien auf Flohmärkten und bei gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchungen im ersten Halbjahr 2004 rund 13.000 Filmraubkopien beschlagnahmt.

Unrechtsbewusstsein

Trotz einer Anti-Piraterie-Kampagne des VAP, in der Konsumenten mit Plakaten und Kino-Spots auf die Illegalität von Film-Raubkopien hingewiesen werden sollen, ist das Unrechtsbewusstsein vieler User sehr gering, dessen ist sich auch die VAP bewusst.

Erklärungen oder Rechtfertigungen

So schreibt der Vereins selbst "Filmpiraten sind überaus einfallsreich, wenn es darum geht, Erklärungen oder Rechtfertigungen für ihre illegalen Aktivitäten zu finden. Wir haben die sechs beliebtesten Ausreden von Filmpiraten gesammelt und analysiert":

 

Die Ausreden der Raubkopierer…

… und was die VAP dazu sagt

„Ich habe nur Kopien für den privaten Gebrauch gemacht.“

Die Privatkopie ist eine vom  Urheberrechtsgesetz vorgesehene Ausnahme, die die Vervielfältigung einzelner Werkstücke zum privaten Gebrauch erlaubt (§ 42 Abs 4 UrhG). Dabei ist der „private Gebrauch“ im Sinn eines streng persönlichen Gebrauchs zu verstehen. Eine Vervielfältigung für direkt oder indirekt kommerzielle Zwecke oder für berufliche Zwecke ist von der Privatkopie jedenfalls nicht gedeckt. Auch die Herstellung von Filmkopien für andere ist davon nicht umfasst.

 

„Ich habe Privatkopien für mich angefertigt, verkauft habe ich nur die Originale.“

Dieser Vervielfältigungsvorgang ist von der Ausnahme der Privatkopie nicht mehr gedeckt. Mit der Vervielfältigung wurde ein kommerzieller Zweck verfolgt – nämlich der, durch den Verkauf des Originals Einnahmen zu erzielen.

 

„Ich zahle ohnehin für jeden CD- und DVD-Rohling eine Urheberrechtsabgabe.“

 

Die Zahlung von Vergütungen für Datenträger ändert nichts daran, dass eine Privatkopie nur in sehr eingeschränktem Umfang zulässig ist. Die Vergütung, die im Kaufpreis von CD- und DVD-Rohlingen enthalten ist, stellt eine Abgeltung dafür dar, dass Privatkopien – in dem vorgegebenen gesetzlichen Rahmen –  überhaupt angefertigt werden dürfen.

 

„Ich habe in Tauschbörsen immer nur heruntergeladen und nicht angeboten.“

 

Abgesehen davon, dass Tauschbörsen von einem „Geben und Nehmen“ leben – das heißt, dass User in aller Regel sowohl als Downloader als auch als Anbieter agieren – ist auch der Download von Raubkopien rechtswidrig. Nach höchstgerichtlicher Rechtsprechung ist die Anfertigung einer Privatkopie nur von einem legalen Werkstück zulässig. Wer also einen Film, der gerade erst in den Kinos anläuft im Internet herunterlädt, kann sich nicht auf das Recht der Privatkopie berufen. Es ist in derartigen Fällen offensichtlich, dass das angebotene Werkstück eine illegale Raubkopie ist.

 

„In Wirklichkeit profitiert die Filmindustrie von den Piraten – eine bessere Werbung für die Filme gibt es gar nicht.“

 

Was nützt die Bekanntheit eines Produkts, das keiner mehr kauft, weil es ohnehin schon jeder hat?

„DVDs und Kinokarten sind zu teuer – darum sauge ich mir die Filme aus dem Internet. Die Filmindustrie ist ohnehin stinkreich, Konsumenten werden abgezockt.“

Das Robin-Hood-Argument. Allerdings mit dem Schönheitsfehler, dass nicht den Armen gegeben wird, sondern dass man sich dabei selbst bereichert.

 

An der Produktion jedes Films hängt nicht nur eine beträchtliche finanzielle Investition der Filmstudios, sondern auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen – sowohl in der Filmproduktion als auch im Filmvertrieb. Die Einnahmeneinbußen, die aus der rasanten Zunahme von Filmpiraterie resultieren, haben unmittelbare Auswirkungen auf diese Arbeitsplätze – ebenso wie auf das kreative Schaffen der Filmindustrie und auf die Finanzierung künftiger Filmprojekte. 

 

„Dieser Film ist so schlecht, dass ich ihn mir ohnehin nie auf DVD gekauft hätte.“

Kaum ein Ladendieb wird die Unverfrorenheit haben, zu behaupten, dass er das gestohlene Produkt so schlecht findet, dass er es ohnehin nie gekauft hätte. Die Herstellung von Film-Raubkopien ist Diebstahl an geistigem Eigentum. Daran gibt es nichts zu beschönigen.

 

(red)
Link

VAP

Nachlese

Hollywood-Studios starten erstmals Klagewelle gegen Internet-Piraten

Die Razzia am Naschmarkt "war ein voller Erfolg" - Andreas Manak, Generalsekretär des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP), im E-Mail-Interview

Wie verfolge ich österreichische Raubkopierer?

Anonym Downloaden - P2P-Tauschbörsen schützen zunehmend ihre User - ein Überblick als Ansichtssache

Downloads: Schneller, größer, besser Aus dem BitTorrent- Netzwerk kann mit unterschiedlichen Clients "gesaugt" werden

Geben und nehmen - eMule, Kazaa und Co: Tauschbörsen im Überblick � eine Ansichtssache

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 224
1 2 3 4 5
so go
00
29.10.2008, 17:20

"Wenn ich Ihr Auto kopieren könnte, würde ich es auch tun!"

Mick_Jagger
00
23.8.2008, 18:43
Quatsch

Hier wird das Urheberrecht einseitig und verzerrt dargestellt.
Eine Radiosendung darf man sich ja wohl auch auf Kasette aufnehmen und nochmal anhören? Auch wenn eine neue CD gespielt wird?
Wo wär da der Unterschied zum Download auf piratebay?
Die Gier der Anbieter ist grenzenlos.

el Hefe
 
11
18.6.2007, 17:09
Jäger und Sammler

ich lad mir die CD runter.
Gefällt sie mir, dann wird sie auch gekauft.
Echt.

Gefällt sie mir ned, dann wird sie gelöscht.
Rummmsti.

yotix
 
20

Wozu kaufen, was man eh schon hat? Diese Ausrede ist eine offensichtliche Lüge, die vor allem zur Selbsttäuschung dient: "Ich hab ja eh vor ..."

el Hefe
 
01

Sie kennen mich ja offensichtlich sehr gut....

der Fred
12
noch eine Super-"Ausrede"

Ich wollte mir am Samstag mit Freunden "Neues vom Wixxer" ansehen. Wir fahren also in das tolle Cineplexx "Entertainment" Center. Meine Freunde mit Fahrrad und ich mit Inline-Skates. Natürlich darf ich mit den Skates nicht ins Kino rein. Da könnte ja was schreckliches passieren. :-O
Nachdem ich keine anderen Schuhe dabei hatte sind wir wieder gegangen. Warten wir halt bis der Film in der Videothek um 2 Euro ausleihbar ist. Wenn die Kinos keine Besucher wollen, müssen sie es ja nur sagen und nicht immer nur jammern. Am Friedhof wurde ich wegen der Skates noch nicht rausgeschmissen und in Frankreich hat man mich sogar verwundert angesehen, als ich mal fragte ob es möglich sei ins Geschäft zu fahren. Die wollten mich fast reintragen.

mond
10
27.6.2006, 09:46
www.piratenpartei.at 11 weitere argumente

http://logo.kpoe.at/news/arti... s_eigentum

allergings gut fundiert :)

lg mond

Deanna
11
19.6.2006, 17:10
fünftes paar schuhe

fünftens

globalisierung ist lieb und nett, damit kann man armen ländern einen verglichen zu ihrem einkommen unverschämt hohen preis verlangen.

marketing ist also pushing the limit soweit es geht, inklusive lobbying und gesetzesentwürfen.

wir konsumenten sitzen längst am kürzeren ast, ausser bei ein paar massenphänomenen wie downloadkopierer, weil nur das die industrie spürt.

wie wäre es damit, den gesetzen der nachfrage zu folgen, qualitative filme/musik herzustellen und dabei vertretbare preise zu gestalten, statt uns konumenten zu kriminalisieren.

wir sollten ein gesetz der qualitativen produktsischerung für geistiges eigentum kreieren!

celiz
00
10.6.2008, 14:23

ja!
Ich will mein geld für pirates of the caribbean zurück haben!

Gerhard Hofegger
00
22.6.2006, 15:53
raubkopierer

Es nervt mich immer wieder von diesen coprights vorschriften zu lesen. Die tatsache ist aktuelle kinofilme gibt es nicht legal downzuloaden und ins kino gehe ich nicht da mich gewisse düfte und das geschmatze und geraschle diverser tüten nervt. Außerdem kann die qualität der downloads nur richtungsgebend dafür sein ob ich einen film kaufe oder nicht den Trailer sind nicht aussagekräftig und einen Dreck kaufe ich nicht. Überall kann man das Produkt vorher anschauen oder testen nur im audio visoellen bereich nicht. Also hier sind ideen gefragt denn auch ich halte raubkopien für eine unglückliche lösung.

Nostrax
 
00
15.7.2007, 05:43
Na wer geht denn schon am wochenende ins Kino?

Ich gehe immer unter der Woche, weil kein anderer auf die Idee kommt zu gehen. Wegen mir müssens dann den Film zeigen, wohl ich der einzige bin im Kinosaal.

DAS IST LUXUS ;)

Rascheln, laut Katschn, alles inkludiert :D

Auf die leeren Sitze nehme ich keine Rücksicht.

Ausreden, kann man sich immer!

Deanna
10
19.6.2006, 16:14
viertes paar schuhe

viertens.
ich sehe nicht ein, für meinen hausgebrauch kriminalisiert zu werden, nur weil es jetzt massenmedien gibt, die das schneller verbreiten können. denn ich selbst gebe nichts weiter, von netz ziehe ich auch nicht. mein langsamo würde daran einsam sterben.

ich bin immer noch ein einzelner Mensch mit denselben 24 stunden zeit am tag plus einen job und hausarbeit. so viel zeit hab ich für den schmarrn nicht.

fazit: schnappt euch die organisierten massentäter. lasst einzelne privatleute in ruhe. denn die sind diejenigen, die für ihre lieblingswerke dennoch zahlen.

P.S. hat jemand von euch schon mal den preis der kinokarte zurückbekommen, weil der film grottenschlecht war?

Deanna
10
19.6.2006, 16:08
drittes paar schuhe

drittens.

preisgestaltung ist eine lobbysache. neue tolle filme werden manchmal nach 6 monaten zum normalen kaufpreis als DVD gehandelt (6-10 euro), während es von anderen gleich qualitativen mainstream werken 3 jahre dauern kann, bis die DVD unter die 12 euro-marke fällt.

diesen überschuss bin ich als einzelner nicht bereit zu zahlen und leihe lieber eine DVD aus. habe meine obulus also geleistet.

ärgerliche lobby- und marktstreitereien verhindern originalsprachen ohne deutsche, total doof übersetzte zwangsuntertitel. als echter cineast ist man also gezwungen, teurere importe mit weniger leistung zu kaufen. ein industrie-nepp ohnegleichen.

Deanna
00
19.6.2006, 16:02
zweites paar schuhe

zweitens.
dass ich sämtliche LPs wegschmeissen oder um einen minibetrag des kaufpreises an sammler verscherbeln kann, weil vom tech-markt die CD technologie forciert wurde, freut mich sehr. sarkastisch gesehen. einen LP-player beim joggen mitzuschleppen wär etwas zuviel verlangt.
sämtliche meiner lieblings- alben habe ich somit doppelt bezahlt und schäme mich nicht, als ausgleich hie und da ein album gegen das andere als mp3 für rein private zwecke zu machen.

ich lasse mich dafür nicht kriminalisieren.

Deanna
00
19.6.2006, 16:00
zig paar schuhe...

erstens.
die raubkopierer chinesen-girls am naschmarkt sind immer noch täglich zugange, und die polizei tut nichts, weil es keine durchführbare urheberrechtslage gibt. die tun nur was wenn ich verletzt werde. strassenhandel mit grottenschlechten kopien ist illegal und soll es bleiben. schliesslich werden die hersteller sowie käufer geprellt und erhalten wenig bis keinen gegenwert.

da capo.

yotix
 
00

Erstatte halt Anzeige.

Susi Wolf
00
29.5.2006, 04:12
Warum heisst ein Raubkopierer Raubkopierer und nicht Kopierräuber?

Ein Raubkopierer ist in erster Linie ein Kopierer. Wäre er in erster Linie ein Räuber, müsste er Kopierräuber heissen. Genauso wie eine Raubkopie hauptsächlich eine Kopie ist, wie halt eine Schwarzweiss- oder Farbkopie.

The Shrike
01

Auch wenns wahrscheinlich wieder zensiert wird, denn wer darf denn schon einen Standard Redakteur kritisieren: Das unkommentierte Abdrucken eines PR Textes ist einfach unwürdig. Wenn ich sowas lesen will kann ich ja gleich auf die News Seite gehen.

gregorij stakow
00
26.3.2006, 16:38
Ein...

...dämlicher Artikel und noch dazu eine Themenverfehlung (siehe Überschrift). Was soll diese unmotivierte Gegenüberstellung platter Floskeln?
Der Informationsgehalt strebt gegen Null.

Sonstwer
00
18.12.2005, 22:36
die 5 beliebtesten Argumente für die Film und Musikindustrie für Kopierschutz

wir tun es für die Kunden

wir tun es für die Musiker

wir tun es für die Rechteinhaber

ohne uns gäbe es keine Innovation

wer etwas hinunterlädt kauft es anschließend nicht

konsi
00
20.2.2008, 17:56
Frage zu Ausrede Nummer 1

Was haben die Kunden von einem Kopierschutz?

Andi van west
00
22.11.2005, 10:22
Das beste Argument

„Dieser Film ist so schlecht, dass ich ihn mir ohnehin nie auf DVD gekauft hätte.“
Wenn es eh keine rettende Ausrede gibt, dann würde ich wenigstens noch ein wenig die Filmindustrie beschmutzen. - und ich glaube mit Recht.
Wo sind die guten Filme?

peter falk
00
das erinnert mich...

irgendwie an die ausreden der schwarzfahrer!habns das abgekoffert die schwanzlutscher?

Friedrich Rotbart
00
11.1.2006, 20:54
Das kann ich nicht glauben!

Das wäre ja Werbeslogan-Piraterie!

Vname Nname
00
29.4.2005, 23:41
bla bla bla bla bla...

wie wärs wenn ihr 50 - 70 Prozent des ganzen Unterhaltungs-Elektronik-Schrotts in den Mist werft und euch wieder mehr den wesentlichen dingen des Lebens widmet anstatt über so nen Müll zu diskutieren.

Der ganze SCHROTT ist Kultur-, Gesundheit- und wertvolle Zeit- KILLER

Mfg WebONE

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