Frauenkunstpreis an Tanja Prunik

6. Dezember 2004, 11:51
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Prammer: Benachteiligung von kunstschaffenden Frauen aufzeigen

Wien - Die mit dem Kärntner Frauenkunstpreis 2004 ausgezeichnete Malerin und Architektin Tanja Prunik hat am Mittwoch im Parlament jenes Bild übergeben, das die zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer bei der Ausstellung anlässlich der Preisverleihung in St. Veit/Glan angekauft hat.

Benachteiligungen lindern

"Kunst von Frauen wird seltener gezeigt als die von Männern. Das liegt keinesfalls daran, dass Kunst von Männern besser sei als die von Frauen - doch gute Kunst setzt sich nicht von selbst durch; sie bedarf der Promotion, die nicht von der Künstlerin oder vom Künstler selbst ausgehen kann," sagte Prammer, welche die Förderung von Frauenkunst zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht hat.

Für den Kärntner Frauenkunstpreis sind bereits vor dreizehn Jahren die Voraussetzungen geschaffen worden. Immerhin hat Österreich im internationalen Vergleich eine erstaunlich große Zahl von herausragenden Kunst schaffenden Frauen, die international anerkannt sind, aber bei der Vergabe von Kunst- und Kulturpreisen oder Förderungen oftmals übergangen werden.

Bei diesem Preis gehe es nicht um das Trennen von Kunst - geschaffen von Frauen oder Männern -, betonte SPÖ-Abgeordnete Melitta Trunk, sondern um das Schaffen von Bewusstsein und Aufmerksamkeit für die Benachteiligung von Künstlerinnen.

Bisherige Preisträgerinnen

Inge Freund, Dr. Trude Polley, Dr. Inge Morzé, Heide Hildebrand, Kiki Kogelnik, Meina Schellander, Caroline, Arch. Eva Rubin, Barbara Haselbach, Gerhild Tschachler-Nagy und im Vorjahr Isabella Ban.

Tanja Prunik wurde 1971 in Wolfsberg/Kärnten geboren. 1990 begann sie das Studium der Architektur an der Technischen Universität in Wien, wo sie nach Abschluss ihres Architekturstudiums lebt und als Architektin arbeitet.

Ein Höhepunkt auf ihrem bisherigen künstlerischen Weg war eine große Einzelausstellung im Sommer 2003 im Millennium Tower und bei CSC Austria. Weitere Einzelausstellungen gab es 2004 im Schubert Steinzentrum Wien, in der Galerie Syndikat Wien sowie im Kelag Schaukraftwerk in Klagenfurt. (red)

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