Schigebiete im Vergleich

9. Dezember 2004, 23:32
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"Konsument"-Test: Schigebiete in Westösterreich am teuersten, günstigste Schiurlaube verbringt man in Tschechien

Der Winter steht vor der Tür und viele planen bereits ihren Schiurlaub für die kommenden "Energieferien". Doch wohin es gehen soll, ist meist eine Preisfrage. Schipässe, Unterkunft, eventuell Leihausrüstung und Kurse für Kinder - all das kostet eine Stange Geld. Wo der Schiurlaub am günstigsten kommt, hat "Konsument" am Beispiel einer Musterfamilie, zwei Erwachsene mit 7- und 14-jährigem Nachwuchs, erhoben. Zum Vergleich treten an: 57 Schigebiete in Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien und Österreich. Fazit: Deutliches West-Ost-Preisgefälle in Österreich. Der internationale Preisvergleich zeigt: Ein Schiurlaub in Tschechien kommt am günstigsten.

Das Testmagazin "Konsument" hat bei 57 Tourismusverbänden in Österreich sowie in grenznahen Schigebieten in Polen, Tschechien, Slowakei und Slowenien angefragt, wie viel die vierköpfige Musterfamilie für eine Woche Winterurlaub - 6-Tages-Liftkarten und Unterkunft - auslegen muss. Die Preise wurden für den Zeitraum 5. bis 12. Februar 2005 erhoben.

Schifahren ist - vor allem für Familien - ein teures Vergnügen und kann tiefe Spuren in der Geldtasche hinterlassen. Der Preisrahmen für einen 6-Tages-Schipass für die "Konsument"-Musterfamilie reicht von 260 Euro auf der niederösterreichischen Forsteralm (8 Lifte) bis zu 609 Euro in Sölden in Tirol (34 Lifte). Die Steiermark, Ober- und Niederösterreich sind vergleichweise günstig, die westlichen Bundeländer sind hingegen teurer. Wobei die Preisunterschiede vor allem aus den unterschiedlichen Größen der Schigebieten resultieren. Denn: Je größer der Gültigkeitsbereich der Schipässe, desto tiefer müssen Hobbysportler in die Tasche greifen. "Konsument": Aber gerade mit Kindern lassen sich die zahlreichen Pistenkilometer der Schigroßräume oft nicht ausnutzen. Für Familien eignen sich daher kleinere, eigenständige Schigebiete, wie sie im "Konsument"-Preisvergleich vor allem in der Steiermark sowie in Ober- und Niederösterreich zu finden sind. Die günstigsten 6-Tages-Liftkarten kosten dort für zwei Erwachsene plus 7- und 14-jährigem Nachwuchs insgesamt zwischen 260 und 309 Euro.

Ein weiterer gewichtiger Posten im Urlaubsbudget ist das Quartier. Ferienwohnung oder Zimmer mit Frühstück - welche Unterkunftsart günstiger ist, lässt sich nicht generell sagen. Doch in den meisten Schiorten kosten die billigsten Ferienwohnungen für vier Personen weniger als zwei preiswerte Zimmer mit Frühstück. Den günstigsten Winterurlaub inklusive 6-Tages-Liftkarte und Unterkunft kann die "Konsument"-Musterfamilie auf der niederösterreichischen Forsteralm verbringen - eine Woche gibt`s bereits ab 470 Euro. Besonders tief muss die Musterfamilie hingegen am steirischen Hauser Kaibling in die Tasche greifen: Das niedrigste Angebot für eine Unterkunft schlägt laut Angabe des dortigen Tourismusverbandes mit 840 Euro zu Buche - eine Woche Schiurlaub kommt mit Liftkarten auf insgesamt 1335 Euro. Einige "Hochpreis"-Schigebiete haben allerdings Preisangaben zu den Unterkünften verweigert.

Das Verbrauchermagazin hat erstmals auch erhoben, ob ein Winterurlaub in den grenznahen Schiregionen der neuen EU-Staaten billiger kommt als in Österreich. Überraschendes Ergebnis: In Slowenien und der Slowakei zahlt die "Konsument"-Familie für eine Woche inklusive Liftkarten und Unterkunft etwa so viel wie in preiswerteren österreichischen Gebieten. Am schonendsten fürs Geldbörserl wirkt sich hingegen ein Aufenthalt in Tschechien aus: In Spicak im Böhmerwald (18 Lifte) gibt`s eine Woche für die ganze Familie bereits um rund 350 Euro.

"Konsument"-Tipp: In einigen Schigebieten gibt es nicht zuletzt aufgrund von Familienermäßigungen attraktive Angebote. Ermäßigte Schipässe gibt es aber nur dann, wenn die Karten für alle Familienmitglieder auf einmal gekauft werden und die Zusammengehörigkeit mit einem Familienpass, Reisepass oder Meldezetteln belegt wird. (apa)

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