Fast jeden zweiten Arbeitstag ein Banküberfall

Redaktion, 18. November 2004 12:16

Jetzt gemeinsame Strategie von Bundeskriminalamt und Banken

In Österreich wird grob gerechnet schon an jedem zweiten Arbeitstag eine Bank überfallen. Die Statistik des Bundeskriminalamts (BK) verzeichnete für das vergangene Jahr 106 derartige Delikte, heuer waren es bereits 102 und die erfahrungsgemäß "umsatzstarke" Vorweihnachtszeit steht noch bevor. Das BK hat nun eine Strategie entwickelt, die gemeinsam mit den Banken umgesetzt wird und der negativen Tendenz entgegensteuern soll.

Details, wie man den Räubern zu Leibe rückt, werden vom BK naturgemäß nicht genannt - schließlich will man potenziellen Tätern keine Verhaltenstipps geben. Behörden-Sprecher Gerald Hesztera verwies im Gespräch mit der APA lediglich auf Schulungsmaßnahmen auf der Basis von Analysen des BK. Dort haben Fachleute sich angesichts der unerfreulichen Lage nämlich die Mühe gemacht, Banküberfälle der vergangenen 30 bis 35 Jahre zu untersuchen. Dabei stellten sie bestimmte Regelmäßigkeiten fest, unter anderem wann Bankräuber wo tätig zu werden pflegen.

Die Gespräche mit den Verantwortlichen der Großbanken führte BK-Direktor Herwig Haidinger persönlich. Die Geldinstitute hätten sämtlich Vorschläge, die vom Bundeskriminalamt erarbeitet wurden, angenommen, sagte Hesztera. Freuen werden sich vermutlich besonders Bankmitarbeiter in Wien - die meisten Überfälle werden nämlich in der Bundeshauptstadt verübt. 2003 wurden österreichweit knapp 50 Prozent der Delikte geklärt. (APA)

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