Forderung nach unbezahlten Rauchpausen in Deutschland

29. Dezember 2004, 10:23
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Vorschlag von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter - Unterstützung aus CDU und FDP

Hamburg - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat sich dafür ausgesprochen, Rauch- und Teepausen künftig vom Gehalt abzuziehen. Walter sagte der "Bild am Sonntag": "Wer im Job Rauchen und Tee trinken will, soll das auch weiterhin dürfen. Aber keiner kann verlangen, dass Arbeitgeber Zigaretten- und Teepausen auch noch bezahlen." Der Ökonom forderte, dass künftig nur noch die echte Arbeitszeit bezahlt werden sollte. "Das senkt die Arbeitskosten der Unternehmen."

"Ungerecht gegenüber Nichtrauchern"

Unterstützt wurde Walters Vorschlag dem Zeitungsbericht zufolge vom CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Fuchs. "Es ist ungerecht gegenüber Nichtrauchern, wenn Raucher in ihren Pausen bezahlt werden. Wo es möglich ist, sollten sich Raucher vor ihren Pausen per Stechkarte abmelden. Oder sie müssen die arbeitsfreie Zeit nacharbeiten", wird der Christdemokrat zitiert.

Der FDP-Arbeitsmarktexperte Dirk Niebel sprach sich demnach dafür aus, dass über die gesetzlichen Pausen hinaus nur die wirkliche Arbeitszeit entlohnt werde. Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, sagte der Zeitung: "Die Tarifparteien sollten überprüfen, ob es sinnvoll ist, bezahlte Pausen zu streichen. Wo keine Tarifverträge existieren, müssen Betriebsräte und Firmenleitung eine angemessene Lösung finden." (APA/AP)

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