Gentoo Linux in neuer Version

Redaktion, 25. November 2004 15:17
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    grafik: archiv

Source-Basierte Distribution geht in die nächste Runde - Unterstützung für zahlreiche Prozessorarchitekturen

Mit Gentoo Linux 2004.3 haben die EntwicklerInnen des Projekts die vierte und letzte Release des laufenden Jahres veröffentlicht. Der Hauptfokus der neuen Version liegt vor allem auf der Fehlerbereinigung, außerdem verwenden nun die PowerPC und AMD64-Varianten bereits die gcc 3.4 als Compiler.

Support

Bei Gentoo Linux werden alle Programme direkt aus dem Quellcode erstellt, dadurch ist es möglich ein weitgehend den eigenen Bedürfnissen angepasstes und optimiertes System zu erstellen. Ein weitere Vorteil der Distribution besteht in der immer aktuell gehaltenen Softwareauswahl. Um den Einstieg in Gentoo zu erleichtern - genauer gesagt: zu verkürzen - gibt es zu jeder Release eine Reihe von Installations-CDs, die zahlreiche Pakete für die verschiedenen Architekturen bereits vorkompiliert hat.

Download

Diese sind diesmal in Versionen für x86, AMD64, HPPA, SPARC64 und PowerPC erhältlich, der Download kann entweder über einen der zahlreichen Mirrors oder per Bittorrent erfolgen. Wer schon bisher Gentoo Linux verwendet hat, benötigt die neue Release nicht, da das System ohnehin immer aktuell gehalten wird. (apo)

Kommentar posten
23 Postings
martinus
 
16.11.2004 12:38

Gentoo ist super, aber man sollte an der Installation feilen. So ein Kommando wie "gendistro", bei dem man nur die notwendigsten einstellungen (partitionen) angibt, wäre fein.

AngelusNoctis
15.11.2004 21:29
About Gentoo

Gentoo ist recht nett...
Verwende ich selbst als Client.
Vorteile: Portage und Use-Flags

Im Moment plagen mich aber die kleineren Bugs mit den
Paketen (kdeutils, firefox, mozilla, k3b etc.)

Pool Snoopy
 
15.11.2004 19:46

ich finde es ja fast schon schade, dass ich schon so lange kein gentoo-setup mehr gemacht habe.
obwohl man halt schon sagen muss, dass es eigentlich nur 2 varianten gibt, gentoo zu verwenden: entweder man macht regemäßig ein emerge --update world oder man aktualisiert nur die anwendungen, bei denen man auch updates benötigt. von einem emerge --update world alle 6 monate kann ich nur abraten. da kommt dann meist recht viel arbeit auf einen zu. da ist ein update einer bin-distro vermutlich bequemer.

Michael-P.
15.11.2004 17:56
Roger Rabbit
15.11.2004 12:45
Kann Gentoo nur empfehlen

Hab verschiedenste Distris (Mandrake, Suse, RedHat, etc.) ausprobiert, und kann Gentoo nur empfehlen.

Die Installationsanleitung ist ausgezeichnet, und auch als nicht Profi läßt sich das System damit leicht installieren.
Für die Installation sollte man sich nur etwas Zeit nehmen :-)
Eine komplette Installation von Stage 1 mit X.org/KDE dauert ca. 1 1/2 Tage, wobei der Rechner nicht beaufsichtigt werden muss.

Im Gegenzug bekommt man ein hochperfomantes und leicht zu administrierendes System, das sich mittels Portage immer auf den neusten Stand bringen läßt.

d3m3t3r
 
15.11.2004 14:17

kann dir nur zustimmen - mittels portage ist es wirklich einfach zu warten...und die dokus sind spitze. und wenn man eine stage 3 install macht,
dauerts auch nicht so lange.

Matt Canalegrande
15.11.2004 13:55
Meinen Sie

am Desktop oder Server oder ... ???

chelene chirsch
15.11.2004 14:03

spannend wäre...

auf _einem_ desktop, auf _einem_ server oder auf 10 desktops oder 10 servern ?

Martin So
15.11.2004 22:59
beides, frau chirsch

Unter der Annahme, dass bei 10 (oder mehr) Rechnern überwiegend ähnliche Hardware verwendet wird, ist es ein leichtes bei der ersten Kompilation Binärpakete zu erzeugen, mit denen die weitere Installation schnell geht.
Aber es ist wohl wie mit jedem Betriebssystem. Es ist höchstens so gut wie der Administrator...

chelene chirsch
16.11.2004 09:01

"überwiegend ähnliche hardware" klingt in einem desktopumfeld nach utopie ;)

was den rest anbelangt- ein guter admin kompiliert nicht den ganzen tag pakete weils so lustig ist, sondern schaut das man damit gut arbeiten kann und es die user auch können; sowie das updates halbwegs sinnvoll zentral gehandhabt werden.

meine frage galt also eher der leichten administration, die weiter oben erwähnt wird.

Clemens Waldbrunner
 
22.11.2004 22:38
Man kann bei gentoo auch

Binärpakete erzeugen, die auf sehr unterschiedlicher Hardware laufen, von 386-ern aufwärts. Es kommt nur darauf an, wie die einzelnen compiler-flags gesetzt werden.

Reo Fuxfell
15.11.2004 22:02
hmm.

am server ist gentoo für mich der derzeitige spitzenreiter, da es schnell und einfach zu aktualisieren und zu administrieren ist, und auf einem GUI-losen system fallen die kompilierzeiten meistens nicht ins gewicht. außerdem kann man, so man mehrere rechner in einem netzwerk hat, diese einfach via distcc verbinden und so mit der rechenleistung aller vorhandenen rechner neue pakete bauen.

am desktop hat gentoo ebenfalls vorteile, allerdings werden sich die meisten user die lange aufbauzeit nicht antun wollen - vom ersten einlegen der cd bis zum finalen boot von xorg+gnome/kde können je nach prozessor zwischen 12 stunden und 2 tage vergehen.

Gargan G
15.11.2004 14:52
desktops und servers

sowohl als auch zu verwenden.. angenehm zum updaten, v.a. wenn man eine halbwegs homogene Hardwarelandschaft hat: einer kompiliert, der Rest holt sich die kompilierten pakete... auf der einen seite einfach zu administrieren (server), auf der anderen Seite topaktuelle Software (client) die auch funktioniert! (aktuelles gnome/kde)

Stefan Mayrhofer | »Pythagoras1«
15.11.2004 15:15
und wenns zu lange dauert ...

kann man zum gentoo kompilieren, auch die rechenleistung des gesamten computerraumes zusammenlegen.

ich glaub das nennt sich distcc.

Pool Snoopy
 
15.11.2004 19:37

yo, das bringt sogar bei meinem mini-heimnetz mit 3 rechnern was. ist einfach eine freude etwas zu emergen und dem distcc-mon zuzusehen. :-)

Bernhard Walzl
15.11.2004 16:09

ja, sowas hab ich in der doku irgendwo mal gelesen.

Leider bin ich hinter einem Proxy wo der Rsync-Prt geschlossen ist und einen Web-emerge kann ich auch nicht machen, da ich mich da autentifizieren muss. Leider kann linux kein ntlm. Kennt jemand ne lösung?

berni

toshiro mifune
15.11.2004 22:27
ssh portforwarding?

voraussetzung: ein account auf einer maschine ausserhalb des netzes.
----->8--------------------------------
root@localhost ~# ssh -N -L873/rsync.gentoo.org/873 deine.maschine.org
----->8--------------------------------
und dann den rsync auf localhost umbiegen; es koennte sinnvoll sein den port zu aendern...

Frucht Tiger
15.11.2004 20:15
ganz einfach

entweder den portage-snapshot tarball downloaden und installieren oder mittels dem program transconnect.

transconnect gibts bei sourceforge. einfach ins home unter .tconn spielen, die config datei editieren und ein
'export LD_PRELOAD=$pfad_zu_tconn.so' machen. tconn erledigt die proxy authentifizierung für jede connection.

Pool Snoopy
 
15.11.2004 19:33

ich kann jetzt auch nicht genau sagen, ob und wie das geht, aber ich bilde mir ein, dass in der installations-doku so ziemlich alle hindernisse beim emerge sync, die einem ein netzwerk in den weg stellen kann, behandelt werden.

Stefan Mayrhofer | »Pythagoras1«
15.11.2004 18:01
hols dir vom ftp

dazu brauchst nur auf einen beliebigen gentoo mirror gehen - mozilla dürfte kein problem mit der ntlm authentifizierung haben. darauf findest du aktuelle snapshots des portage trees. z.b. hier:
ftp://trumpetti.atm.tut.fi/gentoo/snapshots/

cd /usr/
rm -r portage/
tar -xvjpf portage-YYYYMMDD.tar.bz2

Applaus, Applaus.
16.11.2004 02:53

das ist aber suboptimal, da portage/distfiles dann auch weg ist.

@Bernhard Walzl:
ich habe das web-emerge script so angepasst, dass du es mit einem lokal auf der platte liegendem snapshot (links siehe andere postings) aufrufen kannst. wenn du deine email-adresse postetst ,s chick ichs dir

Bernhard Walzl
16.11.2004 21:15

meine mail-adresse: berni.walzl@gmx.at

ABER: Das Problem hab ich auch beim bootstrappen. Da lädt er auch Dateien runter. Er lädt zwar kamott dahin jedoch hat jede Datei die Größe 0KB.

Dieses transconnect werd ich mir mal näher anschauen. funktioniert das auch bei einer NTLM-Autentifizierung?

Berni

Stefan Mayrhofer | »Pythagoras1«
16.11.2004 21:04

habs mir doch gedacht, dass irgendwas fehlt ;)

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