Der Luchs

25. Februar 2005, 10:29
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Mit seinen 55 Zentimern Schulterhöhe beschränkt er sich beim Beutemachen nicht nur auf Wild

Wie für viele spektakuläre Waldtiere stellt die Jägerschaft die größte potenzielle Gefahr für den Luchs (Lynx lynx) dar. Erstens, weil einzelne auf Abwegen befindliche Grünröcke von der Trophäenjagd offenbar nicht lassen können.

Zweitens, weil sich ein Raubtier von bis zu 55 Zentimeter Schulterhöhe beim Beutemachen nicht unbedingt auf Wild allein beschränken lässt. Zulasten vor allem von Hühnern und Schafen, deren Halter die Anwesenheit von Luchsen in ihrer Gegend oft gar nicht schätzen - und sogar Abschüsse fordern. Im deutschen Pfälzerwald etwa wurde deshalb ein Luchsberaternetz aufgebaut.

Rund ein Dutzend Luchse lebt derzeit in Österreichs Wäldern; dort, wo die Forste dicht und großflächig sind wie zum Beispiel im Nationalpark Kalkalpen. Kleinere Waldgebiete reichen dem einzelgängerischen Tier nicht aus: Wo immer neue Straßen und Siedlungen die Grünräume zerschneiden, ist der Luchs vom Aussterben bedroht. (bri)

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