Kleiner Fuchs fordert Internet Explorer heraus

1. Dezember 2004, 13:44
25 Postings

Der Browser Firefox kratzt am Monopol

Die Mozilla-Stiftung hat am Dienstag den kostenlosen Internetbrowser Firefox in einer endgültigen Version veröffentlicht (der WebStandard berichte) und will dem Internetexplorer von Microsoft (MS) damit weitere Marktanteile abnehmen.

Monokultur

Nachdem etwa auf 95 Prozent aller Personal Computer dieser Welt das Microsoft-Betriebssystem Windows mit dem integrierten Browser Internet Explorer (IE) installiert ist, hat dieser als Zugangstor zum World Wide Web auch ein Quasimonopol inne.

Wahlfreiheit

Daran wird sich angesichts der Verfügbarkeit von Firefox in der Version 1.0 auch nichts so schnell ändern. Doch die weltweite Internetnutzergemeinde, die mittlerweile auf rund 815 Mio. Menschen angewachsen ist, kann sich nicht nur über mehr Wahlfreiheit bei der Browserauswahl, sondern auch auf "nebenwirkungsärmeres" Surfen freuen.

Sicherer, schneller und benutzerfreundlicher

Firefox gilt als sicherer, schneller und benutzerfreundlicher als der Internet Explorer von Microsoft. So sorgt etwa ein Pop-up-Blocker dafür, dass man beim Surfen nicht immer wieder von lästigen Werbefenstern gestört wird. Außerdem lassen sich im gleichen Fenster mehrere Seiten nebeneinander öffnen.

Freie Software

Etwa drei Prozent der Internetuser nutzen inzwischen das Open-Source-Programm Firefox, das in gewisser Weise eine Art Erbe des Netscape ist. Die Previewversion des Browsers wurde innerhalb weniger Wochen mehr als acht Millionen Mal aus dem Internet herunter geladen.

Zehn Prozent

Bis Ende 2005 soll Firefox einen Marktanteil von zehn Prozent erreicht haben. Die Chancen dafür sind nicht schlecht. Seit Juni sank der Anteil des IE um 2,6 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent. (kat, DER STANDARD Printausgabe 11.11.2004)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.