Die Festspielstadt bangt

9. Mai 2005, 14:12
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Das luxuriöseste Hotel Österreichs, die Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH, hat mit der Rentabilität von kolportierten 7,5 Millionen Euro Umbaukosten zu kämpfen

Das luxuriöseste Hotel Österreichs, die Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH (23 S 88/04t) am Salzburger Mönchsberg, hat mit der Rentabilität von kolportierten 7,5 Millionen Euro Umbaukosten zu kämpfen. Nun ist es mit zwei Hauben, fünf Sternen, 24 Suiten, 44 Arbeitsplätzen, 46 Betten und über 16 Mio. Euro Schulden, gemeinsam mit der Mönchstein Immobilien Aktiengesellschaft(23 S 87/04w, beide LG Salzburg), am Konkursgericht.

Der 49-jährigen Tirolerin Anna Gabrielli-Schwarz, die die 15.000 Quadratmeter und das denkmalgeschützte Gebäude 1992 vom Kremser-Hafen-Chef Hubert Mierka gekauft hatte, dürften die Renovierungskosten über ihre zwei Hauben gewachsen sein. Nun bemüht sich der Masseverwalter, Dr. Christoph Brandweiner, das exklusive Haus, das Restaurant Paris Lodron, die Orangerie Apollo und den gotischen Salon am Leben zu erhalten.

Die Rettung des christlichen Abendlandes ist kostenaufwändig und unwirtschaftlich - deshalb wurde nun dem 68-jährigen (laut DÖW:) antisemitischen Verschwörungsmystiker, dem Autor Dr. Karl Steinhauser (10 S 4/ 04f, BG Bad Ischl), im Salzkammergut der Zahlungsplan verweigert und das Abschöpfungsverfahren eingeleitet. (Der Standard, Printausgabe, 11.11.2004)

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    foto: derstandard.at
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