Österreichische Personalrochaden in der Weltbank

6. Dezember 2004, 12:08
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Direktor Bayer geht, Berater Feldhofer folgt - Durch neues Stimmrechtsgruppen-Abkommen vier Jahre lang kein österreichischer Weltbank-Direktor

Washington - Bei der österreichischen Vertretung in der Weltbank in Washington ist ein Wechsel vollzogen worden: Der bisherige Exekutivdirektor Kurt Bayer ist Anfang November nach zwei Jahren als Österreichs Vertreter im höchsten Gremium der Weltbank wieder nach Wien ins Finanzministerium zurückgekehrt. Österreich wird nun durch Norbert Feldhofer vertreten, der als Senior Advisor des neuen belgischen Exekutivdirektors, Gino Alzetta, bestellt wurde.

Norbert Feldhofer war zuvor drei Jahre als Wirtschaftsberater des Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina, Wolfgang Petritsch, in Sarajewo tätig. Nach Auslaufen des Mandats ging der Ökonom wieder ins Bundeskanzleramt.

Stimmrechtsgruppen

Österreich ist in der Weltbank in einer zehn Länder umfassenden Stimmrechtsgruppe, in der auch Belgien, Luxemburg, Slowenien, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, die Türkei, Kasachstan und Weißrussland vertreten sind.

Auf Grund eines neuen Stimmrechtsgruppen-Abkommens wird Österreich nun vier Jahre lang nicht durch einen Exekutivdirektor im 24-köpfigen Direktorium der Weltbank vertreten sein. Der Belgier Alzetta bleibt vier Jahre im Direktorium, nach Ablauf seines Mandats wird dann wieder ein Österreicher Weltbank-Direktor. (APA)

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