Sauber ist die Welt im "Schlosshotel Orth"

17. Dezember 2004, 15:29
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In der letzten Staffel zeigt sich wieder die Sauber-ist-die-Welt-Einstellung mancher deutschsprachiger Familienserien

Tatjana ist eine Frau, die Felix gefährlich werden könnte. Dass die blasiert blickende Frau sich ausgerechnet in der Nähe seines piekfeinen Schlosshotels ein Domizil zulegt, lässt für die kommenden Episoden der letzten Staffel von "Schlosshotel Orth" (Mo, 20.15, ORF 2) wilde Verwicklungen erahnen.

Sicher sind es keine erotischen Verwicklungen. Blicke, ein Lächeln: Mehr ist im Hauptabendprogramm verboten, deshalb gehen die Akteure auch mit Badehose in den Whirlpool.

Überhaupt zeigt sich an dieser ersten Episode der letzten Staffel wieder die Sauber-ist-die-Welt-Einstellung mancher deutschsprachiger Familienserien: Konflikte werden, kaum aufgebrochen, schon gelöst. Die Jagd nach dem Wilderer, der verdächtige japanische Geschäftsmann, der hervorragend schießen kann. Schüsse, die immer dann fallen, wenn jemand bei einem Auto steht (sicher eine Sparmaßnahme).

Verliebtheiten des Hoteliersohns fehlen nicht. Schrulliges Personal, das sich ums Wellnessprogramm im Hotel streitet - natürlich mit Augenzwinkern. Und mit einer Süßlichkeit, die wie eine Überdosis Punschkrapfen wirkt. Kurzum: 50 Minuten, die sich echt auszahlen. (pi/DER STANDARD, Printausgabe, 8.11.2004)

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    foto: orf
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