Gehrer lobt Vorarlberger Schulen als "Vorzugsschüler"

2. Februar 2005, 17:43
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Bildungsministerin bescheinigt Vorarlberger Schulen österreichisches Spitzen-Niveau - und warnt zugleich davor, in Euphorie zu verfallen

Als "Vorzugsschüler" bezeichnete Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) Vorarlbergs Schulen im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitagvormittag. 75 Prozent der Befragten beim "Bildungsmonitoring" hätten die Vorarlberger Schulen mit "Sehr gut" und "Gut" bewertet. Hinsichtlich ihrer Qualität bescheinigte Gehrer den Vorarlberger Schulen "österreichisches Spitzen-Niveau".

In einer Schulbauoffensive seien seit dem Jahr 2000 insgesamt 63 Mio. Euro in Bundesschulbauvorhaben in Vorarlberg gesteckt worden, sagte Gehrer. Durch diese Investitionen seien im Ländle in den vergangenen vier Jahren 1.290 neue Schulplätze im Bundesschulbereich geschaffen worden.

Im Pflichtschulbereich werde durch den Finanzausgleich sicher gestellt, dass trotz rückgängiger Schülerzahlen Kleinschulen und spezielle Betreuungsangebote möglichst erhalten bleiben könnten, stellte die Bildungsministerin fest. Mit den zusätzlichen Mitteln von jährlich zwölf Mio. Euro würden österreichweit 400 Lehrerdienstposten geschaffen, sagte Gehrer, 17 davon in Vorarlberg.

Auch der Ausbau des Nachmittagsangebots bedinge eine Aufstockung der Planstellen. Durch die Initiative "Schule nach Maß" könnten bereits im laufenden Schuljahr österreichweit rund 8.200 Schüler mehr ein solches Angebot wahrnehmen als im Schuljahr davor. Das entspreche einer Steigerung von 19 Prozent.

2006 sollen laut Gehrer im Bereich der Bundeslehrer österreichweit 62 Lehrposten dafür zur Verfügung stehen (2004/05: 44), bei den Landeslehrern sind bis 2006 105 Planstellen vorgesehen (2004/05: 96).

In Bezug auf Ländervergleiche wie etwa die PISA-Studie warnten sowohl Gehrer als auch der Vorarlberger Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) davor, in Euphorie zu verfallen oder deswegen ein ganzes Schulsystem in Frage zu stellen. "Entscheidend ist, wie sich der junge Mensch im Leben bewährt", sagte Gehrer. Man müsse das Ganze sehen. (apa)

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    bild: standard/cremer
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