30.9.: Morak zum Projekt-Stand: "work hoffentlich in progress"

8. Februar 2005, 12:38
2 Postings

Mitte November soll sich entscheiden, ob die "Landvermessung" zu Stande kommt

Wien - Mitte November wird sich nach Auskunft des für das Jubiläumsjahr 2005 zuständigen Kunststaatssekretärs Franz Morak (V) entscheiden, ob der zur literarischen "Landvermessung" gewordene "Austrokoffer" zu Stande kommt oder nicht. Am Zug seien derzeit Günther Nenning und seine Mitherausgeber, so der Staatssekretär über das "work hoffentlich in progress". "Und wir schauen uns die Ergebnisse dann an und entscheiden." Erscheinen könnte die Zusammenstellung österreichischer Literatur realistischerweise im Herbst 2005.

Nach Aussagen des Staatssekretärs spreche nichts gegen eine Förderung des Projekts durch den Bund, sobald Nenning und sein Team die Frage des Verlags geklärt haben: "Es wird den Druckkostenzuschuss geben, wenn das Projekt in Ordnung ist." Die Gespräche mit interessierten Verlagen sind unterdessen im Laufen - und alle Beteiligten sind froh, dass das mediale Interesse zuletzt nachgelassen hat. Ende Oktober hat es eine nach Angaben von Beteiligten sehr konstruktive Gesprächsrunde gegeben, über deren Verlauf auch der Bund informiert wurde. Ob es zu einem Verlagskonsortium kommen wird oder ein Verlag nicht nur die Federführung, sondern die Alleinverantwortung übernehmen wird, ist noch nicht entschieden. "Natürlich kann das jeder von uns auch alleine machen", meint einer der beteiligten Verleger, "aber auch aus psychologischen Gründen wäre es nicht schlecht, wenn es mehrere Verlage miteinander machen."

"Es ist überhaupt nichts entschieden"

In die Gespräche sind die Verlage Residenz, Picus, Haymon, Otto Müller und Wieser eingebunden, auch Amalthea und Czernin sollen interessiert sein. Residenz-Verlagsleiter Herwig Bitsche dementiert Gerüchte, dass Residenz bereits als ausführender Verlag feststünde: "Es ist überhaupt nichts entschieden. Wir sind in Gesprächen." Die nächste und möglicherweise entscheidende Gesprächsrunde der Herausgeber mit den Verlagen soll für den 16. November angesetzt sein.

Der Ueberreuter-Verlag hatte für das Vorgänger-Projekt "Austrokoffer" bereits 265.000 Euro erhalten, hat jedoch nach heftigen, großteils in der Öffentlichkeit ausgetragenen Kontroversen, in deren Verlauf immer mehr Autoren ihre Teilnahme an der Anthologie verweigerten, das Projekt wieder zurückgelegt. (APA)

Share if you care.